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Oder, wie gut ist die neue MacBook Pro Tastatur?

Viel wurde schon über das neue Keyboard am MacBook Pro mit Touch Bar berichtet. Viele werden nicht ganz warm mit der neuen Tastatur aus dem Hause Apple. Dem einen ist der Hub zu gering, dem anderen die Tastaturbelegung zu wider, andere stören sich an der nicht ganz geringen Geräuschentwicklung. Mancher schließt gar einen Kauf der neuen MacBook Pro Modelle komplett aus, weil sie eben über diese neue Tastatur verfügen.

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Technik Gadgets leben von ihrer Vergleichbarkeit. Noch so jedes kleine Detail der Hardware lässt sich mit diversen Messungen bestimmen, bewerten und vergleichen. Und doch gibt es Dinge, die man einfach nicht in konkrete Messwerte fassen kann. Dazu zählt auch die Tastatur, bei der ein nicht unerheblicher Anteil dem reinen subjektiven Empfinden geschuldet ist. Schließlich berührt man die Tastatur ja mit seinen Fingern, einem der wohl empfindlichsten Sinnesorgane des menschlichen Körpers.

Die Technik, mit der sogenannten Butterflymechanik, bei der jede einzelne Taste nicht mehr nur über einen Druckpunkt in der Mitte verfügt, sondern über eine Art Scherenmechanismus die gesamte Taste immer nach unten bewegt wird. Diese Technik lässt sich zwar beschreiben und erklären, erfahren kann man sie aber nur, wenn man einmal selbst darauf getippt hat. Die Sensorik spielt also eine nicht unerhebliche Rolle.

Ich selbst tippe gerne auf der neuen Tastatur, das hilft dem Leser dieses Artikels aber nicht weiter, weil es eben nur meine persönliche Erfahrung widerspiegelt. Was mir aber als Viel- und Schnelltipper sofort aufgefallen ist, war der unverschämt kurze Hub der neuen Tastatur, was mich zu der Frage brachte:

Tippe ich auf der neuen MacBook Pro Tastatur schneller?

Dem wollte ich genauer nachgehen und so habe ich 4 typische Apple Tastaturen ausgesucht um zu sehen, auf welcher ich am schnellsten tippe. Zu den Kandidaten zählt natürlich das neue MacBook Pro, das Vorgängermodell (für meinen Vergleich ein MacBook Pro 2015), das Apple Wireless Keyboard (A1314) und dann noch die klassische Apple Tastatur mit USB (A1048). Kleine Bemerkung am Rande: Natürlich konnte die USB-Tastatur am neuen MacBook nur mit einem USB-Adapter betrieben werden.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Als Testwerkzeug für diesen Vergleich wurde eine kleine Web-Applikation gewählt, bei der man unterschiedliche Worte eintippen muss und dabei die Anzahl der Anschläge bzw. geschriebenen Worte festgehalten wird. Weil natürlich ein einmaliger Versuch das tatsächliche Ergebnis nicht richtig abgebildet hätte, habe ich die Versuche pro Tastatur 10-mal durchgeführt und daraus einen Durchschnitt ermittelt.

Das Ergebnis kann der Grafik unten entnommen werden, wobei der eindeutige Verlierer die klassische USB-Tastatur ist (was mich etwas überrascht hat), gefolgt vom MacBook Pro Retina. Auf der kabellosen Variante ist man dann schon schnell unterwegs, aber tatsächlich …

… am schnellsten tippt man auf der neuen Tastatur des MacBook Pro mit Touch Bar

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In der Praxis wird der Vorsprung wohl wenig Auswirkungen haben, aber der Test zeigt, dass trotz aller Kritik (die oftmals dem subjektiven Empfinden geschuldet ist) die Tastatur ein Potential hat und nicht unbedingt ein Rückschritt darstellt.

Mein persönlicher Eindruck zum neuen Keyboard fällt nicht nur wegen diesem Punkt sehr positiv aus. Ich tippe inzwischen sehr gerne auf der neuen „knackigen“ Tastatur. Meine größten Kritikpunkte, das Layout der Cursortasten und das laute Geräusch, spielt im Alltag dann doch nicht so eine große Rolle, wie ich es zuerst gedacht habe. Und was das Sounddesign angeht, wissen wir ja, dass Apple sowas eigentlich kann. Warten wir mal auf die nächste Evolutionsstufe.

P.S.: Bin gespannt auf eure Ergebnisse beim 10FastFingersTest. Mein persönlicher Rekord lag übrigens bei 432 Anschlägen.

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Dinge, die die Welt nicht braucht

Jede neue iPhone Generation hat kurz nach ihrem Erscheinen zu unzähligen Youtube-Videos geführt. Sei es eine Auspackzeremonie, ein Benchmark-Test oder die wohl brutalste Art und Weise der Gerätepräsentation „der Falltest“.

Es geht aber noch schlimmer. Zech Straley, ein echter Fanboy, besitzt er doch eine Sammlung aller iPhones, hatte eine ganz herausragende eher bescheuerte Idee.

Warum nicht ein Unterwassertest mit allen jemals gebauten Geräten durchführen.

Und so klebt er mit einer Heißklebepistole alle iPhones auf ein Holzbrett und übergibt diese dann dem kalten und grausamen Nass.

Wer hätte erwartet, dass die wohl akribisch geplante Aktion sich dann zu einer Farce entwickelt. Die physikalischen Gesetze des Auftriebs bereiten der Show ein jähes Ende und vermitteln umso deutlicher, wie sinnlos, nutzlos und wenig unterhaltend solche Test eigentlich sind.

Hoffen wir mal, dass hiermit der „Peak“ erreicht ist und uns solche Aktionen in Zukunft erspart bleiben.

Games auf der Apple Watch

„Oder, das wohl dunkelste Kapitel in der kurzen Geschichte der Apple Watch“

Ja, ihr habt richtig gelesen. Es ist alles andere als Begeisterung, die mich zwingt veranlasst, diesen Artikel zu schreiben. Erstmal tiiief Luft holen und von vorne beginnen. Spiele auf der Apple Watch.

Geht das überhaupt? Antwort: Grundsätzlich ja. Gibt es die überhaupt? Antwort: Da beginnt schon das Problem. Wie finde ich die Games? Antwort: Ich denke da spontan an den App Store.

Ok, dann lasst uns mal gemeinsam in den App Store blicken und feststellen, hier ist schon die erste Hürde zu nehmen. Wie finde ich im App Store eigentlich Apps für die Apple Watch? Nach kurzem ratlosen Suchen, muss ich feststellen, es gibt keine Rubrik für die Apple Watch (zumindest nicht auf dem iPhone).

Also versuchen wir mal die Suche zu bemühen und geben den Begriff „Apple Watch“ ein. Und siehe da, es tut sich was. Apple weist mit einer speziellen Nachricht darauf hin, dass man über einen Link in den eigentlichen Apple Watch App Store (was für ein Name!) kommt. Apple Watch App StoreDen Link geklickt und man wird zur Apple Watch App geleitet, das ist die App auf dem iPhone über welche man die Apple Watch konfigurieren kann. Was sagt uns das also. Die Apple Watch App soll die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Uhr sein.

Ok, akzeptieren wir das mal und schauen weiter. Hat man also den Store endlich gefunden, sucht man dort verzweifelt nach Spielen. Die Auswahl einer Kategorie ist leider nicht möglich. Man scrollt sich also durch die Übersicht und entdeckt auf einmal die Rubrik Spiele. In dieser Rubrik kann man zwischen den Sortierungen „Name“, „Erschienen“ und „Highlights“ wählen.

Spiele Reiter Lasst mich eins vorweg nehmen, alle drei Ansichten sind fast identisch (Stand 15. Mai 2015). Und damit kommen wir auch zum traurigen Teil der Geschichte. Es gibt eigentlich keine Games für die Apple Watch. Oder besser gesagt, die Auswahl ist so gering, dass ein Großteil der wohl unattraktivsten Apps es in die Highlights geschafft hat. Wo sollen da bitteschön die tausend Apps sein, von denen Apple im Vorfeld gesprochen hat. Ich habe sie bisher nicht gefunden.

Schauen wir uns die Auswahl von Apple mal genauer an …

1. BoxPop

Ist ein Puzzler bei dem man eine Fläche von Feldern durch antippen entfernen muss. Die Schwierigkeit besteht darin, dass man seine Züge nur in Springer-Manier, also wie beim Schachspiel (2-1/1-2) vornehmen darf. Funktioniert, ist ein bisschen „fizzelig“ beim Steuern, manchmal sogar herausfordernd, hat aber ein entscheidendes Problem, was viele Spiele auf der Apple Watch haben, der Arm ermüdet beim Spielen.

BoxPop

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2. Elementary Minute

Elementary Minute ist ein Ratespiel mit Trivial-Persuit-ähnlichen Fragen und Kategorien. Der Unterschied besteht aber darin, dass man keine Fragen gestellt bekommt, sondern Behauptungen vorgegeben werden und man dann entscheiden muss, ob diese Behauptung richtig oder falsch ist. Beispiel: „Sting ist ein Bandmitglied von U2“. Da Sting bei Police gesungen und den Bass gespielt hat, drückt man also auf  „Nein“ und kann so lange weiterspielen, bis man einen Fehler macht. Das Spiel ist nicht hübsch, funktioniert aber, ist aber dann doch nix für die Uhr, da wie schon erwähnt auf Dauer der Arm ermüdet.

Elementary Minute

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3. Letter Zap

Ein Scrabble-ähnliches Spiel, bei dem man vorgegebene Buchstaben in die richtige Reihenfolge setzen muss. Funktioniert, macht aber auf Dauer keinen Spaß, da auf der Watch nur kurze Worte dargestellt werden können und das bekannte Problem bleibt, der Arm ermüdet.

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4. #OX  

Ox ist ein simpler Tic-Tac-Toe Klon, der aber mit einer interessanten Spielvariante aufwartet. Man kann im Multiplayermodus mit der Apple Watch gegen einen iPhone Besitzer spielen. Sehr minimalistisch gehalten und macht mal Spaß. Wer Tic-Tac-Toe aber kennt weiß, dass man eigentlich nie verlieren kann und somit haben wir hier auch keine „Killer-App“ gefunden.

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5. QUEStiny

Ein Abenteuerspiel, das wohl eher an Kinder gerichtet ist (die wohl keine Apple Watch haben werden). Die Aufmachung erinnert stark an Kinderlernspiele der späten 90er Jahre für den PC. Kurz spielbar, aber aufgrund des sehr geringen Schwierigkeitsgrades auch schnell langweilig. Das Spiel wäre wohl besser auf einer VTech Kiddyzoom Smart Watch aufgehoben.

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6. Rules!

Der Lichtblick unter allen Apps. Die Coding Monkeys aus München haben sehr gute Arbeit geleistet. Grafisch und spielerisch das beste Game auf der Watch. Man spürt die Liebe und Detailversessenheit und muss den Entwickler dafür Respekt zollen. Jedoch scheitert auch Rules an der allgemeinen Tatsache, dass die Uhr für „herkömmliche“ Spiele einfach nicht gemacht ist und nach kurzer Zeit der Arm schmerzt.

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7. Best Fiends

Ein Match-3-Game, ähnlich dem bekannten Candy Chrush Saga. Kleine Hürde, man kann auf der Apple Watch erst etwas machen, wenn man auf dem iPhone das Level 10 bezwungen hat. Ich habe mich mal für euch der langweiligen verantwortungsvollen Aufgabe angenommen und bin leider bei Level 8 gescheitert. Jetzt hätte ich zwar weiterspielen können, jedoch nur mit einem In-App-Kauf. Also ein Free-to-Play Titel, der mir Geld aus der Tasche ziehen möchte. Schon verloren. Ich spiele aus Prinzip nicht mehr weiter. Falls ihr weiter gekommen seid und auf der Uhr noch was interessantes passiert, dann schreibt es bitte in die Kommentare.

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8. Battle Camp

Ein Pokemon-ähnliches Spiel mit einem Match-3-Kampfsystem, was trotz Installation auf dem iPhone nicht auf meiner Apple Watch App auftauchen wollte. Ich muss den Test bei Gelegenheit nachholen.

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9. Runeblade

Ein Fantasy Rollenspiel mit verwirrendem Kampfsystem. „ICH BIN MÜDE“. Habe keine Lust mehr mich in das komplizierte Thema einzuarbeiten. Bin enttäuscht vom ganzen App testen. Vielleicht bin ich auch zu alt dafür. Sollte ich da ein Juwel übersehen haben, dann lasst es mich bitte wissen.

Runeblade

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10. Toby

Eine Art Tamagotchi, bei der man Toby den Hund füttern und Stöckchen holen lassen kann. Einziger interessanter Ansatz ist es Toby mit der Watch zu rufen, dann ragt der kleine Dackel aus dem iPhone und taucht, wie an einem Gummiband gezogen, in der Apple Watch auf. Toby kann dann dort gefüttert und bespaßt werden. Nett, aber …

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11. Trivia Crack

Ein Ratespiel, ähnlich dem wohl in Deutschland bekannteren Quizduell. In meinen Augen das bessere und vor allem schönere Spiel. Auf der Apple Watch auch gut in Szene gesetzt und (fast) benutzbar. Die aktuelle Version scheint einen Bug zu haben, so kann man auf der Apple Watch die Frage falsch beantworten und hat dann trotzdem noch die Möglichkeit auf dem iPhone die korrekte Antwort zu geben. Naja …

Trivia Crack

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12. Wrist Sudoku

Kurz gesagt, ein einigermaßen funktionierendes Spiel auf der Uhr. Leider nicht immer ganz präzise steuerbar und durch den begrenzten Raum auf der Watch, lassen sich auch nur Sudokus mit den Zahlen von 1-4 lösen. Somit eigentlich nicht mehr als eine Konzeptstudie.

Wrist Sudoku

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Wir sehen, es gibt zwar Spiele, die auf der Uhr mehr oder weniger funktionieren (Rules, Elementary Minute, Wrist Sudoku), jedoch haben alle das gleiche Problem. Man muss zu lange spielen und zu lange spielen bedeutet ein Ermüden des Armes in kauf zu nehmen. Den Entwicklern kann man zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht einmal einen Vorwurf machen, konnten Sie ihre Spiele bisher doch nur auf dem Simulator und nicht auf einer echten Uhr testen.

Erwähnen sollte man auch, dass alle Spiele nur zusammen mit dem iPhone funktionieren. Ein kurzes Match an der Bushaltestelle ohne Telefon ist nicht möglich.

Zusammengefasst lässt sich also sagen, die Auswahl ist mehr als mau. Ehrlich gesagt ist die Auswahl katastrophal (mal von den besseren, wie Rules oder Letter Zap abgesehen)! Unter aller Sau! Einfach vernichtend schlecht!

Apple kommt einem schon ein bisschen wie Nintendo vor, die auf Drittanbieter Games angewiesen sind, aber keiner liefert.

Zur Entschuldigung muss man aber sagen, dass Apple ja selbst keine Games entwickelt und somit auf die Fähigkeiten von Drittanbietern angewiesen ist. Was Apple aber definitiv versäumt hat, ist sich im Vorfeld einem Entwicklerstudio bedient zu haben und gemeinsam ein Game (quasi eine Blaupause für ein funktionierendes Game-Konzept auf der Uhr) zu entwickeln. In jeder iPhone oder iPad Präsentation gab es in den Jahren davor Beispiele dafür und sei es ein total überbewertetesClumsy Ninja [Affiliate Link]

Diese Chance hat Apple definitiv verpasst. Und so muss man auf kreative Entwickler hoffen, die dem ganzen einen Schub geben könnten. Ehrlich gesagt glaube ich im Moment nicht daran. Die Stückzahlen der Apple Watch sind wohl zu gering, der monetäre Anreiz für Entwickler somit zu klein und letztendlich der Aufwand zu groß und das Risiko nicht abschätzbar.

Diese Chance hat Apple definitiv verpasst.

Um am Ende des Artikels dieser pessimistischen Sicht doch noch etwas positives abzugewinnen, möchte ich folgendes formulieren: „Der Entwickler, der es schafft als erster ein (gut) funktionierendes Game auf der Apple Watch zu kreieren, darf den ganzen Kuchen essen!“

Und ja, ich habe alle Apps tatsächlich gekauft.

10 Tage Apple Watch … ein erstes Fazit.

Geht das denn? Nach nur 10 Tagen über Sinn und Unsinn der Apple Watch zu urteilen? Kann man nach so kurzer Zeit überhaupt eine zuverlässige Aussage treffen? Ich bin mir ehrlich gesagt auch nicht ganz sicher, nicht etwa wegen des Produktes an sich, sondern eher wegen meiner noch euphorischen Stimmung. Ich finde es ja auch ein wenig abstrus, aber ehrlich gesagt, kann ich meinen aktuellen Zustand nicht anders beschreiben. Wie ich finde ein gutes Zeichen, denn zeigt es doch, das die Uhr kein Totalversagen von Apple darstellt, was doch so mancher prognostiziert hatte. Gäbe es keine Substanz, wäre sie sicherlich nach 10 Tagen in der Schublade verschwunden und würde nicht weiterhin an meinem Handgelenk sein.

Wird es mir überhaupt möglich sein wieder eine Uhr an meinem Handgelenk zu akzeptieren?

Tja, mein Handgelenk, um das ich mich am Anfang auch sehr gesorgt hatte. Habe ich doch in den letzen Jahren völlig Armbanduhrenabstinent gelebt und das, obwohl ich auf eine fast 30-jährige Geschichte als Uhrenträger und Sammler zurückblicken kann. Bis dann in den 2000ern das Mobiltelefon endgültig meine Armbanduhren begraben hatte. Wird es mir überhaupt möglich sein wieder eine Uhr an meinem Handgelenk zu akzeptieren? Jetzt kann ich nur resümieren, ohne die Apple Watch würde mir was fehlen und das nach nur 10 Tagen! Für mich selbst schon ein bisschen verrückt.

Vor allem das Ökosystem lässt noch sehr zu wünschen übrig

Sie ist sicherlich nicht perfekt und vor allem das Ökosystem lässt noch sehr zu wünschen übrig, aber genau das macht auch Hoffnung. Ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis der Dampfer der Drittanbieter Apps, Home Kit Integration und weiteren Anbindungen, über die wir jetzt noch keine Vorstellungen haben, sich in Bewegung setzt.

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Der überraschendste Moment

Der für mich überraschenste Moment mit der Uhr, mit dem ich als Gelegenheitssportler überhaupt nicht gerechnet hätte, war die Fitnesskomponente. Ein ganz besonderes Erlebnis, das erste mal mit der Uhr (autark, ohne iPhone) zu laufen. In der Zwischenzeit ist die Apple Watch sogar zu einem für mich nicht mehr wegzudenkenden Motivator für meine bis dahin eher spärlichen sportlichen Aktivitäten geworden.

Die Tatsache, dass man mit der Uhr und zwar nur mit der Uhr laufen kann und die getrackten Ergebnisse von Strecke und Herzfrequenz einem GPS-Tracker und einem Pulsmessgerät (fast) nichts nachstehen, hätte ich so nicht erwartet.  Diese Ergebnisse wurden übrigens vom Consumer Report in den USA ebenfalls bestätigt. Nicht auszudenken, wenn zusätzliche Sensoren und Komponenten wie GPS bei den kommenden Versionen ihren Weg in die Uhr finden werden. Wenn die Uhr schon jetzt mit dem Wenigen was sie bietet überzeugen kann, wie wird es dann erst in Zukunft sein? Kleine Bemerkung am Rande; während ich diesen Artikel schreibe erinnert mich die Apple Watch mit einer Wochenübersicht an meine geleisteten Aktivitäten. Ich habe doch tatsächlich einen kompletten Marathon, also 45 km per Pedes zurückgelegt.

Watch and Shoe

Was mich am meisten stört

Tatsächlich muss ich über diesen Punkt etwas genauer nachdenken, nicht etwa, weil es da so viele Punkte gebe, es ist eher so, dass mir etwas wirklich gravierendes nicht spontan einfällt.  Klar hat die UI (User Interface) noch Optimierungspotential. Selbstverständlich müssen, vor allem Drittanbieter Apps, noch geschliffen werden. Die Uhr könnte in manchen Situationen auch performanter sein. Gerade die Ladezeiten von Apps sind teilweise grenzwertig. Der Preis, den so viele als ein großes Manko empfinden, ist in meinen Augen für das Gebotene ehrlich gesagt total angemessen und damit meine ich natürlich nur die günstigste Variante, aber genau um diese geht es ja schließlich. Denn, abgesehen von Äußerlichkeiten und Haltbarkeit (Saphirglas) gibt es ja keine technischen Unterschiede zu den teureren Versionen. Akku, das Thema welches vor dem Launch hochgekocht wurde, ist für mich persönlich auch kein Problem. Mit dem Laden über Nacht kann ich problemlos leben und während meines Alltags, der wirklich aus sehr vielen unterschiedlichen Tagessituationen besteht, ist der Uhr noch nie die Puste ausgegangen.

Gerade die Ladezeiten von Apps sind teilweise grenzwertig.

Was stört mich also am Meisten? Wenn überhaupt etwas, dann die Tatsache, dass ich mein iPhone noch immer dabeihaben muss. Ich habe mich schon zweimal dabei ertappt nur mit der Uhr das Haus verlassen zu haben, in der festen Annahme, tatsächlich nicht mehr als nur die Uhr zu brauchen. Und so gesehen ist das dann wohl eher noch ein gutes Zeichen, denn es zeigt, dass man in naher Zukunft sicherlich auch mal auf sein iPhone verzichten kann, wenn in späteren Revisionen die Apple Watch um die ein oder anderen Komponente bereichert wird.

Das Beste an der Uhr

Da musste ich nicht lange überlegen. Es ist eigentlich eine ganz unscheinbare und vor allem sehr unauffällige Komponente. Die Taptic Engine, das ist das Bauteil, welches den Träger der Uhr bei Benachrichtigungen leicht „anstupst“. So diskret, dass einem sofort klar wird, wie viel Arbeit es gemacht haben muss diese Taptic Engine so zu kalibrieren, dass man sich auf einen „Stups“ freut und nicht wie bei einem Mobiltelefon, selbst vom stummen „Vibrieren“ genervt ist.

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Mein Fazit nach nur 10 Tagen

Mein Fazit nach nur 10 Tagen … im Moment wäre für mich ein Leben ohne Apple Watch schon nicht mehr denkbar. Ob es sich dabei nur um die noch anfängliche Euphorie handelt, oder sich daraus vielleicht eine langjährige Beziehung entwickelt, werden wir beim nächsten Bericht in etwa 30 Tagen erfahren.

Über Mickey Mouse, Schmetterlinge und Quallen

„Die Zifferblätter der Apple Watch und eine Empfehlung“

Jony Ive, der Designer der Apple Watch, betonte in einem Interview mit der Vogue, dass man bei der Entwicklung der Apple Watch die Funktion der Uhr sehr ernst genommen habe. Wie der Name schon sagt, soll das neuste Produkt aus Cupertino als Uhr verstanden werden; möglich wäre es ja auch gewesen, eine komplett neue Gerätegeneration mit neuem Namen ohne Bezug zur klassischen Armbanduhr zu erschaffen, aber Apple hat sich bewusst für die „Watch“ entschieden.

Die Uhr steht also im Fokus. Grund uns mal die Zifferblätter der Apple Watch genauer anzuschauen. Apple unterscheidet dabei grob in zwei Kategorien, der klassischen Analoguhr und der digitalen Variante.

Alle analogen Zifferblätter sind rund!

Beim Betrachten der analogen Uhren, fällt sofort auf, alle Zifferblätter sind rund! Rund, bei einer rechteckigen Uhr? Und das, obwohl es bei klassischen rechteckigen Armbanduhren ja auch passende rechteckige Zifferblätter gibt. Apple verwendet diese jedoch nicht. Eine bewusste Designentscheidung, hat man doch mit der runden Form die Ecken der Apple Watch frei und kann so den Platz für zusätzlichen Informationen, wie Temperatur und Datum benutzen. Im Großen und Ganzen kann man diese Zifferblätter als klassisch und gelungen bezeichnen.

apple-watch-faces-analog1Ich hätte nie gedacht, mal die Mickey Mouse zu benutzen. Die Mickey Mouse, die inzwischen zu einer Art Stilikone der Apple Watch geworden ist und das, obwohl der ursprüngliche Entwurf schon viele Jahrzehnte zurück liegt.

Ich hätte nie gedacht, mal die Mickey Mouse zu benutzen.

Die digitale Varianten zeichnen sich meist durch ihre Schlichtheit aus. Es wird die Uhrzeit angezeigt, dazu vielleicht noch eines der vielen Hintergrundbilder (Qualle, Schmetterling oder Blume in verschiedenen Variationen). Bei diesen schlichten Designs spürt man deutlich die Detailversessenheit der Firma aus Cupertino. Wurde doch ein extremer Aufwand um diese Hintergrundbilder betrieben. Daneben existiert aber auch das Zifferblatt „Modular“, das Auslieferungszifferblatt, bei dem Apple versucht, so viele Informationen wie nur möglich auf den kleinen Schirm zu pressen.

Bewegung Astronomie Solar X-Large Modular

Durch festes Drücken auf das Display der Apple Watch, den sogenannten Force Touch, kann das Zifferblatt nach den eigenen Wünschen angepasst werden. Dabei können mit Hilfe der Digital Crown Objekte hinzufügen oder entfernen werden, eine gelungene Spielerei. Farben können so ebenfalls verändert werden. Bei einzelnen Zifferblätter ist es darüber hinaus noch möglich Zusatzinformationen, wie Temperatur oder das Datum einzublenden. Mehr als 5 Zusatzinformationen sind dabei aber nicht möglich.

Zeitskala Detail Farbe Schmetterling Detail Modular

Mit dem ersten Wurf hat Apple 10 Zifferblätter veröffentlicht, sicher nicht viel, aber wohl doch etwas für jeden Geschmack. Schon jetzt ist aber auch klar, Apple hütet seine Zifferblätter wie einen Augapfel. So wurden bereits alle Zifferblätter-Apps von Drittanbietern aus dem App Store entfernt. Cupertino verspricht, die eigene Auswahl in Zukunft zu erweitern.

Das präferierte Zifferblatt hängt sicherlich vom persönlichen Geschmack jedes einzelnen ab, jedoch sei anzumerken, dass es Zifferblätter gibt, die deutliche Vorteile gegenüber anderen aufweisen. Dabei handelt es sich um die Zifferblätter, die neben der Uhrzeit noch mindestens 5 Zusatzfunktionen anzeigen können (Utility, Modular, Chronograf). Dort findet man neben der Uhrzeit noch Informationen wie z. B. die Temperatur, den nächsten Termin, den Aktienkurs, den Ladezustand der Batterie usw. Das Interessante daran, durch Antippen der angezeigten Werte kann in die passende Applikation gesprungen werden. Wenn man also auf die Temperatur drückt, wechselt man in die Wetter App, beim Datum in den Kalender usw. Somit haben diese Zifferblätter einen nicht unbedeutenden Vorteil bei der Bedienungen der Apple Watch.

Es gibt Zifferblätter, die deutliche Vorteile gegenüber anderen aufweisen.

Neben dem Ziffernblatt sind im Auslieferungszustand auch die sogenannten Glances (auf deutsch etwas unvorteilhaft „Checks“ genannt) vorbelegt. Unter Glances versteht Apple Informationen die man am häufigsten braucht. Dazu wischt man einfach von unten nach oben und die favorisierten Apps erscheinen. Zwischen den einzelnen Apps kann dann durch swipen (das ist das nach rechts und links Streichen) von einer zur andern App gesprungen werden. Eine sehr nützliche Funktion, die jedoch schnell unbrauchbar wird, wenn sich zu viele Apps in den Glances befinden.

Deshalb hier der Tipp als Zifferblatt, eines derjenigen zu verwenden, die möglichst viele Zusatzinformationen anzeigen. Darüber können dann solche Applikationen, wie das Wetter oder der Kalender aufgerufen werden und das garantiert schneller als über die Glances Funktion.

Deshalb hier der Tipp als Zifferblatt, eines derjenigen zu verwenden, die möglichst viele Zusatzinformationen anzeigen.

Also am Besten nach Auslieferung alle Applikationen aus den Glances entfernen, die man sowieso auf dem Zifferblatt hat, das schafft Platz für andere favorisierte Apps und die Glances bleiben übersichtlich und benutzbar.