Mein iOS Spiel des Jahres „Gunbrick“

Würde man mich nach dem iOS Spiel des Jahres 2015 fragen, dann würde ich mich spontan  auf die typischen Kandidaten, wie Lara Croft GO [Affiliate Link] oder Monument Valley [Affiliate Link] berufen. In dieser Liga spielen natürlich auch Titel wie Bastion [Affiliate Link] oder Brothers: A Tale of Two Sons [Affiliate Link] mit, die im Grunde aber nur Umsetzungen von bereits erfolgreichen Konsolentitel sind.

Da es aber keinen Sinn macht, den hundertsten Review zu Monument Valley zu verfassen, möchte ich euch hier mein ganz persönliches “ Lieblingsspiel, welches nicht die notwendige Aufmerksamkeit bekommen hat und sich aber nicht hinter den anderen Titel verstecken muss“ ans Herz legen.

GunbrickGunbrick [Affiliate Link], ein Retro-Puzzle-Plattformer, der ganz ohne Sprungeinlagen auskommt.

 

Gunbrick spielt in einem futuristischen Setting mit fliegenden Autos, Überwachungsrobotern und Kampfdrohnen. Ein priese Blade Runner, ein Schuss Robocop und das alles in einem totalitären Staat. So düster das eigentlich Setting klingen mag, so comichaft und witzig ist das ganze dann aber umgesetzt. Eine klassische Retro-Pixeloptik mit einem Hauch abgefahrener und überdrehter Ideen kleiden dieses Spiel ganz hervorragend. Was anderes sollte man auch nicht vom Entwicklerstudio Nitrome erwarten, die kein unbeschriebenes Blatt sind, wenn es um coole Retro-Pixelgrafik geht. Haben sie doch schon durch Spiele wie Icebreaker: A Viking Voyage [Affiliate Link], 8bit Doves [Affiliate Link] und Magic Touch: Wizard for Hire [Affiliate Link] auf dieser Ebene geglänzt (alle Spiele übrigens eine Empfehlung).

Gunbrick Setting

So auch der Sound, der perfekt in diese Retro-SciFi-Kulisse passt. Leider wird zu oft bei Spieletests dem Sound und der Musik zu wenig Bedeutung geschenkt, was ich persönlich sehr schade finde. Ist doch die Musik ein ganz bedeutender Schlüssel zum Erfolg eines Spieles und nur gute Kompositionen lassen einen Spieler vollständig in die dargestellte Fantasiewelt eintauchen. Kurz gesagt, der Soundtrack ist erste Sahne.

Das herausragende an Gunbrick ist aber nicht seine exzellente Grafik und der hervorragende Sound. Gunbrick glänzt durch eine Spielmechanik, die man so in dieser Form nicht oft gesehen hat und man sich am Ende des Spieles fragt, warum eigentlich?

Gunbrick ist ein typischer Puzzle-Plattformer. Eine kleine, fast auf einen Blick übersichtliche Szene gilt es da zu meistern. Klingt simpel und einfach, ist es aber nicht immer. Und das nur, weil die Hauptkomponente eines Plattform-Puzzlers fehlt, das Springen! Bei Gunbrick bewegt sich nämlich nicht der Protagonist, sondern ein quadratischer Würfel, der sogenannte Gunbrick. Eine Art Roboterklotz in dem man sitzt und mit dem man versucht den Schergen des totalitären Staates zu entkommen. Für ein Quadrat ganz typisch, bewegt man sich nur durch ein Abrollen über dessen Ecken; so als würde man einen Spielwürfel mit den Fingern über den Tisch rollen. Zusätzlich kann man an einer Stelle des Fahrzeugs eine Kugel abfeuern, mit der man entweder Gegner und Gegenstände eliminieren kann, oder den Würfel kurzfristig in die Luft katapultiert.

Gerade aus diesem begrenzten Bewegungsapparat heraus sind manche im ersten Moment einfach erscheinende Level dann doch ziemlich schwierig zu meistern. Die im Grunde einfach erscheinende Spielmechanik wird durch ihre Kombinatorik aus rollen, katapultieren und schießen aber nie langweilig und machen das Spiel wie ich finde zu einem Dauerbrenner, den man bis zum Ende durchgespielt haben muss. Der Spielspaß kommt dabei nicht von ungefähr, haben doch Nitrome bei der Umsetzung der Würfelbewegunsmechanik hervorragende Arbeit geleistet.

Und so zeigt sich mal wieder, wie wichtig es ist, bei der Spieleentwicklung alle Komponenten einer Plattform zu beachten und dazu zählt natürlich auch immer das Medium der Steuerung, in diesem Fall die Touch-Bedienung.

Gunbrick sollte man (am besten auf einem iPad) gespielt haben.

Nitrome Pixel PackGunbrick kann auch zusammen mit anderen Nitrome Spielen im Nitrome Pixel Pack für 4,99 Euro erworben werden [Affiliate Link]

One Button Travel

TheCodingMonkeys aus München sind den meisten Lesern sicherlich ein Begriff. Sind sie doch für so erfolgreiche Brettspielumsetzungen wie Carcassonne [Affiliate Link], Lost Cities [Affiliate Link] und Zicke Zacke Hühnerkacke [Affiliate Link] verantwortlich.

Den Sprung aus dem Brettspiel-Genre haben sie letztes Jahr mit dem Titel Rules! [Affiliate Link] gewagt. Ein Spiel, was keine physische Vorlage hat, sondern unmittelbar für das iPhone entwickelt wurde. Erfinder und treibende Kraft war dabei Marcel-André Casasola-Merkle; lustigerweise ein Brettspieleentwickler. Unterstützt hat ihn dabei Agnes Lison mit ihrem wundervoll reduzierten und doch warmen Grafikstil.

„Rules!“ war sicherlich ein großer Erfolg und Ansporn in dieser Kombination weiterzumachen und so entstand One Button Travel. Ein Spiel von Marcel und Agnes mit Unterstützung der Coding Monkeys.OBT_logoOb „One Button Travel“ aber an die Erfolge der Vorgängerprojekte anknüpfen kann steht noch in den Sternen. Zum einen, ist das Spiel erste seit heute (26.11.2015) im App-Store erhältlich und zum anderen wagt man sich damit auf ein ganz neues Terrain.

„One Button Travel“ ist nämlich kein klassisches Videospiel mit dem Fokus auf eine besondere Spielmechanik. Es ist vielmehr eine interaktiv erzählte Geschichte und ist am ehesten mit Apps wie 80 Days [Affiliate Link], Lifeline… [Affiliate Link] oder Der Marsianer [Affiliate Link] vergleichbar. Und ich schicke gleich vorweg, dass mich keiner dieser drei Titel lange bei Laune gehalten hat.

Das Spiel von Marcel und Agnes ist aber anders. Vom ersten Augenblick an spürt man, dass nicht nur die Geschichte und deren Mechanik im Vordergrund steht, sondern auch das „WIE“. Wie wird die Geschichte erzählt und inszeniert. Und das ist einfach gesagt fantastisch gelungen. Die dezente und sehr passende Hintergrundmusik von Axel Dimroth, der wieder sehr angenehme Grafikstil von Agnes und die Art und Weise wie die einzelnen Informationen und Gesprächsfetzen auf einen einprasseln, dieses ganz spezielle Timing trägt die Geschichte und unterscheidet „One Button Travel“ von allen anderen Story-Driven-Games.

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Etwas irritiert war ich über die Spielmechanik. Als eingefleischter Spieler sucht man nach einem Muster, nach dem man unterscheiden kann, welches ist wohl die richtige Antwort, welches der richtige Weg. Aber so viel kann ich vorwegnehmen, diese Entscheidungen scheinen viel unwichtiger zu sein, als man es von anderen Apps her kennt. Oder, und das wird wohl eher zutreffen, wurde wieder ganz bewusst so designt. Eine Spielerentscheidung hat nämlich keine direkten und sofort spürbaren Auswirkungen auf das Spiel, so wie es bei anderen Apps der Fall ist. Man stirbt also nicht gleich und muss das Spiel nochmals von vorne beginnen. Die Mechanik ist viel subtiler, fast unscheinbar und doch ist sie vorhanden. Eher ein Spiel auf Zeit, das diese App von den anderen abhebt und dank dieser Mechanik  das Game zu einer mehr als sonst erlebten Geschichte macht.

Die Geschichte selbst, und das ist wohl der überhaupt einzige Punkt bei dem man geteilter Meinung sein kann, ist sicherlich auf eine ganz spezielle Klientel zugeschnitten. Computer affine Menschen, Digital Natives, Personen, die sich der Nerd-Kultur zugehörig fühlen und ihren Spaß an Science-Fiction haben, werden an der Geschichte die meiste Freude haben. Leser, die damit nichts anfangen können, wird „One Button Travel“ wohl eher unbeeindruckt lassen. Aber das ist bei einem Buch ja nicht anders. Wer nichts mit Hobbits, Feen und Drachen anfangen kann, wird auch kein „Herr der Ringe“ lesen.

Und so schließt sich wieder der Kreis, denn „One Button Travel“ ist viel weniger ein Spiel als man es zuerst erwartet, sondern vielmehr eine Geschichte. Eine sehr spannende Geschichte.

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One Button Travel [Affiliate Link] gibt es für 2,99 € im App Store.

Watch Quest! Das erste gute Game auf der Apple Watch?

Knapp einen Monat nach Release der Apple Watch habe ich mich in einem kleinen Review mit den Spielen der Uhr befasst. Das Ergebnis war ernüchternd.

Über 100 Tage sind nun vergangen und die Situation hätte sich bessern können. Hätte … denn leider ist erschreckenderweise alles beim Alten geblieben.

Die Uhr scheint wohl nicht die richtige Plattform für Spiele zu sein.

Und bei aller deutlichen Wahrheit dieses Satzes, glaube ich noch immer daran, dass wir irgendwann mal etwas tolles auf der Apple Watch sehen werden.

Ein Spiel hatte ich das letzte Mal aber nicht auf meiner Liste und das aus dem einfachen Grund, ich habe es schlicht übersehen. Im Apple Watch App Store gehört es nämlich nicht zu den empfohlenen Spielen und bleibt somit fast unsichtbar. Sehr Schade! Notiz davon nahm ich dann durch den Podcast InsertMoin, danke Manu!

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Watch Quest! Heros of time [Affiliate Link] von WayForward ist ein Adventure-Puzzler mit sehr einfachen Rollenspielelementen. Das Entwicklerstudio aus Kalifornien ist keine unbekannte Größe, so produzierten Sie in den 90er Jahren den erfolgreichen Game Boy Color Titel Shantae, welcher über Capcom vertrieben wurde. Wer jetzt keinen Game Boy mehr besitzt und trotzdem mal einen Blick auf Shantae werfen möchte, dem empfehle ich Shantae: Risky’s Revenge [Affiliate Link] für das iPhone. Ein Titel, der 2010 IGNs „Game of the year“ war!

An Shantae lehnt sich auch das grafische Setting von Watch Quest! an. In einem für die 90er typischen Comic/Manga-Look, der auf Anhieb gefällt. Hinzu kommt eine gelungene „arcadige“ Musikuntermalung mit einem lustigen synthetischen orientalischen Marsch, gute Arbeit!

Die Apple Watch wird wohl nie eine gute Spieleplattform werden, da neben der Grafik das wohl Essentiellste eines Spieles fehlt, der Sound!

Auf dem iPhone wählt man nun sein Abenteuer und seine Gegenstände aus, die man auf die lange Reise mitnehmen möchte. Denn darum geht es bei Watch Quest! Man streift mit dem Protagonisten Bolo durch Wälder, Wüsten und andere Orte und erlebt dabei einiges; muss Rätsel lösen, sich Nahrung beschaffen und gegen Feinde kämpfen, um am Ende das Abenteuer zu meistern. Das klingt jetzt vielschichtiger als es dann eigentlich ist, aber mehr dazu später

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Nach der Auswahl des Abenteuers geht es dann auf der Apple Watch weiter und zwar nur auf der Apple Watch. Spielen auf dem iPhone ist nämlich nicht möglich. Es ist also wirklich ein originäres Apple Watch Spiel, welches nur zur Auswahl des Abenteuers die Hilfe des iPhones benötigt. Eine kluge Entscheidung, wie ich finde, kann doch die Apple Watch niemals das Rennen gegen ein iPhone gewinnen, wenn es darum geht „wo spiele ich jetzt lieber“. Die Reduktion auf die Apple Watch lässt einem keine andere Wahl, gut so.

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Bolo macht sich also auf den Weg und kann während der ganzen Reise eigentlich nichts anderes tun, als auf die Karte zu schauen und mit der vorhanden Spitzhacke nach Gegenständen zu graben

WQ_MapDie Karte zeigt, wo man sich gerade befindet, wie weit der Weg noch bis zum Ziel ist und wie viel Gold man eingesammelt hat. Gold mit dem man sich z. B. Nahrung kaufen kann, um die lange Reise auch meistern zu können. Sinkt der Gesundheitszustand, bedingt durch Kämpfe oder zu wenig Nahrung, ist das Abenteuer verloren.

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Neben der Karte hat man noch die Spitzhacke, mit der man nach Gegenständen graben kann. Man findet entweder Gold oder  Nahrungsmittel. Stößt man auf Knochen, hat man das kurze Ausgrabungsspiel verloren.

Laufen, graben, essen, kämpfen …

Das ist im Grunde schon die gesamte Mechanik des Spiels. Nicht viel, aber erstaunlicherweise hat mich alles dennoch bei Laune gehalten, wohl weniger der Spaß am Spielen, als eher die Neugier „was wird noch alles auf diesem Abenteuer passieren“.

Und da gibt es z. B. Schatztruhen, die man plötzlich findet und sich entscheiden muss, öffne ich diese oder lieber nicht.

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Oder die Puzzles, bei denen man versuchen muss durch drehen der einzelnen Spielsteine ein Bild wieder herzustellen. Diese Puzzles müssen dann in einer vorgegebenen Zeit gelöst werden und diese Zeit ist wirklich knapp bemessen, also aufpassen, konzentrieren und los gehts. Nichts, was man so einfach mal nebenher erledigen kann.

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Es ist im Grunde genommen nicht viel was einem Watch Quest! bietet. Es sind auch keine neuen Spielmechaniken die man dabei sieht. Alles ist irgendwie schonmal da gewesen, aber dennoch hat Watch Quest! etwas das motiviert. Es ist die Geschichte, die erzählt wird und die Angst, seinem Helden könnte etwas auf dieser langen Reise geschehen, wenn man sich nicht regelmäßig um ihn kümmert.

Quasi ein Abenteuer-Rollenspiel-Tamagotchi

Erwähnt werden sollte noch, dass Watch Quest! ein kostenloser Titel ist, der In-App-Käufe bereitstellt, die man aber nicht unbedingt braucht. Ich habe jetzt 3 Abenteuer hinter mir, ohne etwas investiert zu haben. Mit einem Kauf von z. B. 1,99 Euro kann man sich die weiteren Slots für noch mehr Gegenstände freischalten.

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Positiv ist auch anzumerken, dass die Ladezeiten der App in einem absolut erträglichen Rahmen liegen. Viele andere Drittanbieter Apps scheitern ja bekanntlich daran.

Ist Watch Quest! Heros of time [Affiliate Link] nun das erste gute Game auf der Apple Watch? Das würde ich jetzt so nicht unterschreiben wollen, aber es gehört neben Rules! [Affiliate Link] und Lifeline [Affiliate Link] wohl zu den besseren und es macht Hoffnung auf mehr.

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Games auf der Apple Watch

„Oder, das wohl dunkelste Kapitel in der kurzen Geschichte der Apple Watch“

Ja, ihr habt richtig gelesen. Es ist alles andere als Begeisterung, die mich zwingt veranlasst, diesen Artikel zu schreiben. Erstmal tiiief Luft holen und von vorne beginnen. Spiele auf der Apple Watch.

Geht das überhaupt? Antwort: Grundsätzlich ja. Gibt es die überhaupt? Antwort: Da beginnt schon das Problem. Wie finde ich die Games? Antwort: Ich denke da spontan an den App Store.

Ok, dann lasst uns mal gemeinsam in den App Store blicken und feststellen, hier ist schon die erste Hürde zu nehmen. Wie finde ich im App Store eigentlich Apps für die Apple Watch? Nach kurzem ratlosen Suchen, muss ich feststellen, es gibt keine Rubrik für die Apple Watch (zumindest nicht auf dem iPhone).

Also versuchen wir mal die Suche zu bemühen und geben den Begriff „Apple Watch“ ein. Und siehe da, es tut sich was. Apple weist mit einer speziellen Nachricht darauf hin, dass man über einen Link in den eigentlichen Apple Watch App Store (was für ein Name!) kommt. Apple Watch App StoreDen Link geklickt und man wird zur Apple Watch App geleitet, das ist die App auf dem iPhone über welche man die Apple Watch konfigurieren kann. Was sagt uns das also. Die Apple Watch App soll die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Uhr sein.

Ok, akzeptieren wir das mal und schauen weiter. Hat man also den Store endlich gefunden, sucht man dort verzweifelt nach Spielen. Die Auswahl einer Kategorie ist leider nicht möglich. Man scrollt sich also durch die Übersicht und entdeckt auf einmal die Rubrik Spiele. In dieser Rubrik kann man zwischen den Sortierungen „Name“, „Erschienen“ und „Highlights“ wählen.

Spiele Reiter Lasst mich eins vorweg nehmen, alle drei Ansichten sind fast identisch (Stand 15. Mai 2015). Und damit kommen wir auch zum traurigen Teil der Geschichte. Es gibt eigentlich keine Games für die Apple Watch. Oder besser gesagt, die Auswahl ist so gering, dass ein Großteil der wohl unattraktivsten Apps es in die Highlights geschafft hat. Wo sollen da bitteschön die tausend Apps sein, von denen Apple im Vorfeld gesprochen hat. Ich habe sie bisher nicht gefunden.

Schauen wir uns die Auswahl von Apple mal genauer an …

1. BoxPop

Ist ein Puzzler bei dem man eine Fläche von Feldern durch antippen entfernen muss. Die Schwierigkeit besteht darin, dass man seine Züge nur in Springer-Manier, also wie beim Schachspiel (2-1/1-2) vornehmen darf. Funktioniert, ist ein bisschen „fizzelig“ beim Steuern, manchmal sogar herausfordernd, hat aber ein entscheidendes Problem, was viele Spiele auf der Apple Watch haben, der Arm ermüdet beim Spielen.

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BoxPop im AppStore [Affiliate Link]

2. Elementary Minute

Elementary Minute ist ein Ratespiel mit Trivial-Persuit-ähnlichen Fragen und Kategorien. Der Unterschied besteht aber darin, dass man keine Fragen gestellt bekommt, sondern Behauptungen vorgegeben werden und man dann entscheiden muss, ob diese Behauptung richtig oder falsch ist. Beispiel: „Sting ist ein Bandmitglied von U2“. Da Sting bei Police gesungen und den Bass gespielt hat, drückt man also auf  „Nein“ und kann so lange weiterspielen, bis man einen Fehler macht. Das Spiel ist nicht hübsch, funktioniert aber, ist aber dann doch nix für die Uhr, da wie schon erwähnt auf Dauer der Arm ermüdet.

Elementary Minute

Elementary Minute im AppStore [Affiliate Link]

3. Letter Zap

Ein Scrabble-ähnliches Spiel, bei dem man vorgegebene Buchstaben in die richtige Reihenfolge setzen muss. Funktioniert, macht aber auf Dauer keinen Spaß, da auf der Watch nur kurze Worte dargestellt werden können und das bekannte Problem bleibt, der Arm ermüdet.

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Letter Zap im AppStore [Affiliate Link]

4. #OX  

Ox ist ein simpler Tic-Tac-Toe Klon, der aber mit einer interessanten Spielvariante aufwartet. Man kann im Multiplayermodus mit der Apple Watch gegen einen iPhone Besitzer spielen. Sehr minimalistisch gehalten und macht mal Spaß. Wer Tic-Tac-Toe aber kennt weiß, dass man eigentlich nie verlieren kann und somit haben wir hier auch keine „Killer-App“ gefunden.

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#OX im AppStore [Affiliate Link]

5. QUEStiny

Ein Abenteuerspiel, das wohl eher an Kinder gerichtet ist (die wohl keine Apple Watch haben werden). Die Aufmachung erinnert stark an Kinderlernspiele der späten 90er Jahre für den PC. Kurz spielbar, aber aufgrund des sehr geringen Schwierigkeitsgrades auch schnell langweilig. Das Spiel wäre wohl besser auf einer VTech Kiddyzoom Smart Watch aufgehoben.

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QUEStiny im AppStore [Affiliate Link]

6. Rules!

Der Lichtblick unter allen Apps. Die Coding Monkeys aus München haben sehr gute Arbeit geleistet. Grafisch und spielerisch das beste Game auf der Watch. Man spürt die Liebe und Detailversessenheit und muss den Entwickler dafür Respekt zollen. Jedoch scheitert auch Rules an der allgemeinen Tatsache, dass die Uhr für „herkömmliche“ Spiele einfach nicht gemacht ist und nach kurzer Zeit der Arm schmerzt.

Rules!

Rules! im AppStore [Affiliate Link]

7. Best Fiends

Ein Match-3-Game, ähnlich dem bekannten Candy Chrush Saga. Kleine Hürde, man kann auf der Apple Watch erst etwas machen, wenn man auf dem iPhone das Level 10 bezwungen hat. Ich habe mich mal für euch der langweiligen verantwortungsvollen Aufgabe angenommen und bin leider bei Level 8 gescheitert. Jetzt hätte ich zwar weiterspielen können, jedoch nur mit einem In-App-Kauf. Also ein Free-to-Play Titel, der mir Geld aus der Tasche ziehen möchte. Schon verloren. Ich spiele aus Prinzip nicht mehr weiter. Falls ihr weiter gekommen seid und auf der Uhr noch was interessantes passiert, dann schreibt es bitte in die Kommentare.

Best Fiends

Best Fiends im AppStore [Affiliate Link]

8. Battle Camp

Ein Pokemon-ähnliches Spiel mit einem Match-3-Kampfsystem, was trotz Installation auf dem iPhone nicht auf meiner Apple Watch App auftauchen wollte. Ich muss den Test bei Gelegenheit nachholen.

Battle Camp

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9. Runeblade

Ein Fantasy Rollenspiel mit verwirrendem Kampfsystem. „ICH BIN MÜDE“. Habe keine Lust mehr mich in das komplizierte Thema einzuarbeiten. Bin enttäuscht vom ganzen App testen. Vielleicht bin ich auch zu alt dafür. Sollte ich da ein Juwel übersehen haben, dann lasst es mich bitte wissen.

Runeblade

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10. Toby

Eine Art Tamagotchi, bei der man Toby den Hund füttern und Stöckchen holen lassen kann. Einziger interessanter Ansatz ist es Toby mit der Watch zu rufen, dann ragt der kleine Dackel aus dem iPhone und taucht, wie an einem Gummiband gezogen, in der Apple Watch auf. Toby kann dann dort gefüttert und bespaßt werden. Nett, aber …

Toby

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11. Trivia Crack

Ein Ratespiel, ähnlich dem wohl in Deutschland bekannteren Quizduell. In meinen Augen das bessere und vor allem schönere Spiel. Auf der Apple Watch auch gut in Szene gesetzt und (fast) benutzbar. Die aktuelle Version scheint einen Bug zu haben, so kann man auf der Apple Watch die Frage falsch beantworten und hat dann trotzdem noch die Möglichkeit auf dem iPhone die korrekte Antwort zu geben. Naja …

Trivia Crack

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12. Wrist Sudoku

Kurz gesagt, ein einigermaßen funktionierendes Spiel auf der Uhr. Leider nicht immer ganz präzise steuerbar und durch den begrenzten Raum auf der Watch, lassen sich auch nur Sudokus mit den Zahlen von 1-4 lösen. Somit eigentlich nicht mehr als eine Konzeptstudie.

Wrist Sudoku

Wrist Sudoku im AppStore [Affiliate Link]

Wir sehen, es gibt zwar Spiele, die auf der Uhr mehr oder weniger funktionieren (Rules, Elementary Minute, Wrist Sudoku), jedoch haben alle das gleiche Problem. Man muss zu lange spielen und zu lange spielen bedeutet ein Ermüden des Armes in kauf zu nehmen. Den Entwicklern kann man zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht einmal einen Vorwurf machen, konnten Sie ihre Spiele bisher doch nur auf dem Simulator und nicht auf einer echten Uhr testen.

Erwähnen sollte man auch, dass alle Spiele nur zusammen mit dem iPhone funktionieren. Ein kurzes Match an der Bushaltestelle ohne Telefon ist nicht möglich.

Zusammengefasst lässt sich also sagen, die Auswahl ist mehr als mau. Ehrlich gesagt ist die Auswahl katastrophal (mal von den besseren, wie Rules oder Letter Zap abgesehen)! Unter aller Sau! Einfach vernichtend schlecht!

Apple kommt einem schon ein bisschen wie Nintendo vor, die auf Drittanbieter Games angewiesen sind, aber keiner liefert.

Zur Entschuldigung muss man aber sagen, dass Apple ja selbst keine Games entwickelt und somit auf die Fähigkeiten von Drittanbietern angewiesen ist. Was Apple aber definitiv versäumt hat, ist sich im Vorfeld einem Entwicklerstudio bedient zu haben und gemeinsam ein Game (quasi eine Blaupause für ein funktionierendes Game-Konzept auf der Uhr) zu entwickeln. In jeder iPhone oder iPad Präsentation gab es in den Jahren davor Beispiele dafür und sei es ein total überbewertetesClumsy Ninja [Affiliate Link]

Diese Chance hat Apple definitiv verpasst. Und so muss man auf kreative Entwickler hoffen, die dem ganzen einen Schub geben könnten. Ehrlich gesagt glaube ich im Moment nicht daran. Die Stückzahlen der Apple Watch sind wohl zu gering, der monetäre Anreiz für Entwickler somit zu klein und letztendlich der Aufwand zu groß und das Risiko nicht abschätzbar.

Diese Chance hat Apple definitiv verpasst.

Um am Ende des Artikels dieser pessimistischen Sicht doch noch etwas positives abzugewinnen, möchte ich folgendes formulieren: „Der Entwickler, der es schafft als erster ein (gut) funktionierendes Game auf der Apple Watch zu kreieren, darf den ganzen Kuchen essen!“

Und ja, ich habe alle Apps tatsächlich gekauft.