Kurztipp: Screenshots aktivieren (watchOS 3)

Es stimmt schon, watchOS 3 macht vieles besser, leider wurden aber auch gute und nützliche Funktionen der Vergangenheit im neuen Auslieferungszustand einfach deaktiviert.

Neben Time Travel hat es nun auch die Screenshot Funktion getroffen. Der Grund dafür ist simpel; die neue Workout App hat sich die Tastenkombination „gekrallt“, die zuvor einen Screenshot ausgelöst hat. Jetzt wird durch ein gleichzeitiges Drücken auf beide Tasten der Uhr kein Bild mehr erzeugt, sondern ein laufendes Training pausiert.

Wer die Screenshots wieder aktivieren möchte, geht nach folgender Anleitung vor; jedoch muss dann in Kauf genommen werden, dass bei einem pausierten Workout auch immer ein Screenshot erstellt wird. Nicht gerade eine Apple-würdige-Lösung,  aber immer noch besser als auf Screenshots komplett verzichten zu müssen.

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Kurztipp: Time Travel wieder aktivieren (watchOS 3)

Die Time Travel Funktion auf der Apple Watch, also die Zeitreise Funktion, kann durch ein Drehen der digitalen Krone ausgelöst werden. Dabei bewegte sich das Ziffernblatt entsprechend der Richtung in die Zukunft oder in die Vergangenheit.

Eine sehr nützliche Funktion, die ich ständig benutze, um z. B. die nächsten Termine des Tages zu sehen.

Nach dem Upgrade auf watchOS 3 scheint diese Funktion verschwunden zu sein. Apple packt das Feature nicht mehr in den Auslieferungszustand.

Aber keine Sorge, man kann es wieder aktivieren. Mit der folgenden kleinen Anleitung könnt ihr den Blick in die Zukunft wieder einschalten.

Dazu müsst ihr auf eurem iPhone in die Apple Watch App gehen und bis zu den Einstellungen für eure Uhr scrollen.

Dort kann Time Travel  wieder aktiviert werden. Viel Spaß auf eurer Reise.

   

Der Speck muss weg!

„Der Speck muss weg!“, das aktuelle Motto vieler Menschen zum Jahreswechsel. Ein Grund mal einen genauen Blick auf eine empfehlenswerte Workout App zu werfen. Fangen wir aber mal ganz von vorne an.

Apple selbst bietet mit ihrer Apple Watch Workout App schon eine brauchbare Lösung. Wenn man aber Sport zuhause machen möchte und der Heimsport soll in diesem Artikel und der kalten Jahreszeit mal im Vordergrund stehen, dann stößt man mit der Apple Watch Workout App schnell an seine Grenzen. Kann man dort doch nur den Programmpunkt „Sonstiges“ wählen, um z. B. ein leichtes Aerobic-Training aufzuzeichnen.

Apple Watch Workout App.png

Wer eine zusätzliche Motivation für seine Übungen sucht, der muss dann schon auf das iPhone ausweichen. Dank zahlreicher Apps, wie z. B. 7 Min Workout [Affiliate Link], wird man mit Einspielerfilmchen und Sprachkommandos gut durch die einzelnen Übungen begleitet. Ausführen lässt sich die App auch über die Apple Watch, welche dann wiederum den Workout aufzeichnet. Sehr wichtig für Aktivitätskreisjunkies.

Noch einen Schritt weiter geht es dann mit dem neuen Apple TV, welches in der 4. Generation jetzt auch Apps ausführen kann. Es gibt wohl nichts besseres, als sich die Übungen, wie im Fitnessstudio durch einen Trainer präsentieren zu lassen. Mit dem iPhone- oder iPad-Display ist das zwar auch möglich, aber das perfekte Medium für diese Art von Präsentation ist und bleibt der Fernseher.

In den 80ern ist man noch selbst ins Aerobic-Studios gerannt, in den 90ern hat man sich dann schon dank Videorecorder und Trainingsvideos vor dem heimischen Fernseher bewegt. Die 2000er waren von Erfindungen wie dem Wii Balance Board geprägt, welches nicht nur zum Trainieren animierte, sondern auch die Übungen mit den Board-Sensoren überwachen und aufzeichnen konnte. Und heute?

Heute trainiert man mit dem Apple TV oder besser gesagt mit Hardware aus dem Apple-Ökosystem.

Sehr zu empfehlen ist dabei die kostenlose App ZOVA-Personal Trainer [Affiliate Link]. Eine Workout App, die es schon bei der Präsentation des Apple TVs gab. Das eigentliche Geschäftsmodell von Zova ist der Verkauf von einzelnen Übungen und monatlichen Abos, mit auf den Benutzer abgestimmten Trainingsplänen. Man muss diese Option aber nicht nutzen, findet man doch in der Basisversion schon ausreichend viele freie Übungen. Zova zeichnet sich nicht nur durch gut ausgewählte und gut in Szene gesetzte Übungen aus, sondern kann vor allem in seiner neusten Version punkten. Dank eines Updates wurde die App nun komplett in das vorhandene Apple-Hard- und Software-Ökosystem integriert. Wohl die einzige App, die im Moment so weit geht.

Zova - TV and Apple Watch

Aber jetzt mal genauer. Neben der hervorragenden Präsentation am Fernseher über das Apple TV, kann in der neusten Version nun auch eine Apple Watch angeschlossen werden. Die durchgeführten Übungen werden dabei von der Apple Watch aufgezeichnet und füllen die so begehrten Aktivitätskreise der Uhr. Darüberhinaus kann die von der Uhr gemessene Herzfrequenz wieder zurück an den Fernseher übertragen werden, so dass man die durchzuführende Übung und seine Herzfrequenz immer im Blick hat. Dazu genügt ein kleiner „Tap“ auf die Apple Watch und die aktuellsten Daten der Herzfrequenz werden auf den Fernseher übertragen. Eine tolle Lösung.

Zova - Heart Rate TV 2.jpg   Zova - Health App

Das ist aber noch nicht alles. Zova punktet auch dank einer vollständigen Health-App-Integration. Man mag ja geteilter Meinung sein, was die Apple Health App angeht. Die B-Note, also die Präsentation und die Aufbereitung der Daten, lassen ja noch immer sehr zu wünschen übrig. Schön ist aber, dass man mit der Health App einen zentralen Sammelort für alle Gesundheitsdaten hat. Zova speichert seine Informationen dort ganz vorbildlich.

Ein perfektes Zusammenspiel also von Hardware (Apple TV, Apple Watch, iPhone) und Software (iOS, watchOS, tvOS).

So sieht Zukunft aus.

Zova App

 

Zova – Personal Trainer
[Affiliate Link]

Veränderte Aktivitätswerte durch watchOS 2?

Ich oute mich mal im Dienste der Wissenschaft. Mit meinen 178 cm wiege ich 85 kg. Damit habe ich zwar keinen optimalen BMI, aber ich fühle mich damit sehr wohl.

Warum erwähne ich das? Die Apple Watch berechnet den Kalorienverbrauch anhand verschiedener Faktoren. Dazu zählt natürlich auch das Verhältnis der Körpergröße zum Gewicht in Kombination mit dem Herzschlag und dem Bewegungssensor.

In der Vergangenheit war es so, dass mein grüner Aktivitätskreis, der ja für „Trainieren“ steht an einem normalen Arbeitstag im Büro etwa so aussah.


Auch wenn ich im Büro viel gelaufen und Treppen gestiegen bin und es stressig war, hat sich der grüne Trainingskreis fast nie gefüllt (1-3 Punkte). Nur wenn ich auch tatsächlich körperlich trainiert habe (Joggen, Radfahren, Workout), konnte ich diesen Kreis füllen. Bei Freunden war das gefühlt anders, deren Trainingskreis war eigentlich immer voller als meiner.

Jetzt nach dem Update auf watchOS 2 habe ich Werte in der Aktivitätsapp, die mir klar machen, dass etwas grundsätzlich anders berechnet wird als zuvor. Bei einem normalen halben! Arbeitstag, also ohne echtes körperliches Training, ist mein grüner Kreis bereits zur Hälfte gefüllt.

Hier noch ein Vergleichswert mit der alten watchOS Version. Der Unterschied wird dadurch  deutlich.

Was die Ursache dafür ist, konnte ich noch nicht ergründen? Klar ist aber, dass es was mit dem Upgrade zu tun haben muss. Unklar ist noch, ob meine Apple Watch vorher falsch berechnet hat und jetzt richtig, oder umgekehrt.

Konntet auch ihr solche Veränderungen feststellen? Dann schreibt es bitte in die Kommentare.

Lieber spät, als nie … watchOS 2 ist da!

Gestern Abend erschien nun, nach kurzer Verzögerung, endlich watchOS 2.

Wer den Sprung ins kalte Wasser wagen möchte, der sollte beachten, dass bei einem Upgrade die Uhr am Ladekabel angeschlossen ist und mindesten 50 % Batterieladung besitzt, das iPhone in der Nähe liegt und sich die Uhr im Wifi befindet. Ängstliche Zeitgenossen warten vielleicht noch ein paar Tage ab.

Eine schöne Zusammenfassung der Neuerungen liefert das Video von Dom Esposito.

Wer es genauer wissen möchte, dem empfehle ich den gigantischen Artikel von Alex Guyot.

Ask me anything. I may not answer anything. [Update 17.06.2015]

Interviews mit Apple Mitarbeitern gibt es ja (inzwischen) wie Sand am Meer. Meistens benutzt die Firma aus Cupertino ein Interview als Sprachrohr um neue Produkte vorzustellen , oder etwa um personelle Veränderungen kundzutun. Umso seltener sind deshalb diese besonderen Momente, wenn Interviews erscheinen, mit denen man nicht gerechnet hat und die dann so persönlich und herausragend sind, dass einem die Worte dafür fehlen.

Wenn ich nicht ganz falsch liege ist das bei dem folgenden Interview von John Gruber von Daring Fireball mit Philip Schiller von Apple der Fall.

The Talk Show

Die zwei verstehen sich einfach. Man hat eine gemeinsame Wellenlänge, respektiert sich und trotzdem schenkt man sich nichts, nimmt man doch ganz unterschiedliche Positionen ein.

Selten war ein Interview mit einem Apple Mitarbeiter so offen und zugleich informativ.

Da ist zum einen John Gruber, Schriftsteller, Publizist und seit Jahren der wohl erfolgreichste und renommierteste Blogger in der Apple Szene. John beweist mit diesem Interview mal wieder, wie gut er die Apple Welt kennt. Stellt die richtigen Fragen und macht es dazu noch in einer so klaren, präzisen und doch freundlichen und humorvollen Art, wie es wohl nur er kann.

Auf der anderen Seite ist da Phil Schiller, Senior Vice President of Worldwide Marketing bei Apple. Der für die meisten, der von uns so geliebten Geräte verantwortlich ist und der in all den Jahren der wohl bodenständigste und sympathischste Typ bei Apple war und geblieben ist. Wenn einer den Fans am nächsten steht, dann ist das „Phil the Shill“.

Fantastische Vorraussetzungen also für ein großartiges Interview und ich kann es vorweg nehmen, man wird nicht enttäuscht werden.

Es ist ein lockerer, lustiger Plausch, der auch das Publikum mit einbezieht und trotzdem bleibt Platz für unangenehme und kritische Fragen. Allein schon der Beginn des Interviews, der mit einer schnippische Bemerkung über die katastrophale etwas mittelmäßige WWDC Keynote startet.

I heard some laughter when you said Jimmy

Geantwortet wird dann nicht, wie so oft in einer politisch korrekter Firmensprache, sondern mit viel Herz, Humor und wahrem Enthusiasmus. Phil Schiller triff exakt den Nerv, um sich mit seinen Antworten nicht zu weit von den Fans zu entfernen, aber auch den Kollegen bei Apple nicht auf die Füße zu treten.

Es ist diese besondere Mischung, die das Interview so einzigartig macht. Eine persönliche Ebene, die nur die beiden zueinander und ihren Fans haben.

Das Highlight ist sicherlich die direkte Kritik an OS X. Phil zögert keinen Moment und spricht direkt „Marco“ im Publikum an. Marco Arment, der erst vor kurzem eine wirklich vernichtende Kritik zum aktuellen Betriebssystem von Apple geäußert hat.

Oder der Moment, bei dem über das discoveryd-Desaster gesprochen wird. Phils Antwort darauf:

If things are not perfect … here we are … to make things better.

Wenn ich es nicht besser wüsste dass es wohl nie der Fall sein wird und er wahrscheinlich auch nicht der richtige Mann dafür ist würde ich mir wünschen, dass er (und nur er) der nächste Boss von Apple wird.

Wer das Interview als Audiofile genießen möchte (so habe ich es das 1. Mal konsumiert und lasst euch sagen, das hat seinen besonderen Reiz), folgt bitte diesem Link.

Für die YouTube-Generation unter euch gibt es hier das folgende „Vimeo-Video ;)“

The Talk Show Live From WWDC 2015 from John Gruber on Vimeo.

Bemerkung am Rande: Das Interview wurde unter anderem von Microsoft gesponsert. Schön, wie sich die Zeiten ändern.

[Update 17.06.2015] Irre, eine vollständige Transkription des Interviews findet ihr hier

Vorsicht beim Upgrade der Apple Watch [Update 09.07.2015]

Ein Downgrade, also das Einspielen einer älteren Betriebssystemversion, ist bei der Apple Watch nicht ohne weiteres möglich.

In Diskussionsforen wird unter anderem berichtet, dass in solchen Fällen AppleCare die Besitzer dazu auffordert ihre Uhr an Apple zu schicken. Das traurige dabei, es handelt sich dann nicht um einen Garantiefall, was zur Folge hat, dass Gebühren anfallen können.

Apple Watch broken

Apple weist zwar beim Upgrade-Prozess ausdrücklich darauf hin, dass ein Downgrade nicht mehr möglich sei, was hat man denn aber für eine Alternative, als nicht dann auf die neuste Version zu verzichten.

Im Zweifel sollte man also (und das ist ja schon sei vielen Jahren ein guter Rat) nicht sofort einen Upgrade durchführen und immer erst die Reaktionen darauf abwarten.

Keine Frage, Apple muss natürlich nachbessern und in Zukunft einen Recovery- bzw. DFU-Modus für die Apple Watch anbieten.

[Update 09.07.2015] Wie Apple heute (Release watchOS 2 Beta 3) offiziell bekannt gibt, ist ein Downgrade bei der Apple Watch nur möglich, wenn man sein Gerät einschickt. Schwache Leistung, Apple.

Apple Watch OS 1.0.1

Kein Monat ist vergangen, da stellt Apple ihr erstes Softwareupdate für die Apple Watch bereit.

Das Apple Watch OS 1.0.1 soll folgende Punkte verbessern:

  • Siri
  • Messen der Stehaktivität
  • Berechnen des Kalorienverbrauchs bei Indoor-Radfahr- und -Rudertrainings
  • Berechnen von Entfernung und Pace bei Outdoor-Geh- und Lauftrainings
  • Bedienungshilfen
  • Apps von Drittanbieter

Außerdem wurden die Sprachen Brasilianisches Portugiesisch, Dänisch, Niederländisch, Schwedisch, Russisch, Thailändisch und Türkisch hinzugefügt.


Wie man das Update richtig installiert, kann dem Apple Support Dokument zur Softwareaktualisierung entnommen werden.

Wichtig dabei ist, dass die Uhr auf der Ladestation liegt und noch über mindestens 50 % Batterieleistung verfügt. Das iPhone muss im WLAN sein und in Reichweite der Uhr.

Habt ihr schon Erfahrungen damit, dann schreibt es bitte in die Kommentare.