Das Apple TV und seine Spiele

Das Apple TV wurde einst von Steve Jobs als Hobby bezeichnet. Inzwischen ist man bei der 4. Generation angelangt und allein die Tatsache, dass nun endlich ein eigener Name für das Betriebssystem tvOS gefunden wurde zeigt, dass man es wohl endlich ernst meint.Apple TV auf SofaHardwaretechnisch gab es nur wenig Veränderung, bis auf den wieder vorhandenen Massenspeicher und der wird auch dringend benötigt. Kann man doch jetzt Apps für die Set-Top-Box laden, so wie man es vom iPhone oder iPad her kennt. Leider mit einem kleinen Schönheitsfehler, die initiale Speicherbeschränkung. Mehr als 200 MB können  von einer App nicht aus dem Store geladen werden, was zur Folge hat, dass nach dem ersten Start oftmals noch Daten nachgeladen werden müssen. Eine sehr frustrierende und immer nervige Erfahrung und im Jahre 2016 wirklich nicht mehr zeitgemäß.

Grundsätzlich muss man sagen, dass der Start des Apple TVs im September 2015 bis heute ziemlich holprige verlaufen ist, was zum einen an den vorhandenen Apps und zum anderen an dem noch teilweise unausgereiften Betriebssystem lag. Glücklicherweise hat Apple mit der aktuellen tvOS Version 9.2 deutlich nachgebessert. Wie würde man es in einem Arbeitszeugnis beschreiben „Der Mitarbeiter bemühte sich stets redlich“. Und so gewinnt das Apple TV mit jeder neuen Betriebssystemversion an Boden und Substanz.

Von der verstrichenen Zeit und den dabei gemachten Erfahrungen profitieren auch die Apps. Zum Start tummelten sich viele Spiele im App Store, die einfach 1:1 von der iPhone oder iPad Version übernommen wurden. Nicht sehr clever, sind doch einige Spielkonzepte mit der Siri Remote einfach nicht spielbar.

Das war dann wohl auch der neuen „Goldgräberstimmung“ geschuldet und dem Wunsch als erster mit auf dem Apple TV zu sein. Wobei es bis heute fraglich bleibt, ob man mit Apps für das Apple TV überhaupt Geld verdienen kann. Viele der bereits gekauften Apps sind universal und somit kostenlos am Apple TV einsatzbereit. Bei anderen Apps muss für die TV Version extra gezahlt werden.

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Für Entwickler bleibt aber, egal für welches monetäre Modell sie sich entschieden haben, die Mehrarbeit eine weitere Version ihrer App zu entwickeln. Bei der aktuellen niedrigen Preisstruktur im App Store ein sehr unbefriedigender Zustand wie ich finde. Fehlt mit dem fehlenden Mehrverdienst doch auch ein entscheidender Anreiz das Apple TV überhaupt zu bedienen. Hoffen wir mal, das sich dieser Zustand im gesamten App Store Ökosystem verbessern wird. Es wäre dringend an der Zeit.

Aber zurück zur Steuerung. Inzwischen ist man schlauer und hat erkannt, dass Spiele, die vor allem auf die Touchbedienung setzten (wischen, zeichnen, verschieben, tappen) und auf dem iPhone oder iPad hervorragend funktionieren, auf dem Apple TV schnell an ihre Grenzen stoßen. Die Siri Remote wirkt dabei oft unhandlich und überfordert, manche Titel sind gar unspielbar.

Es gibt aber auch andere Beispiele. Games die am iPad oder iPhone eher „hakelig“ zu spielen waren, weil sie auf die klassische Controller Steuerung gesetzt haben, profitieren jetzt von der Möglichkeit einen echten Hardware-Controller anzuschließen. Ich benutze dabei übrigens einen SteelSeries Nimbus [Affiliate Link], den ich uneingeschränkt empfehlen kann.
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Die wahre Stärke des Apple TVs kommt zu Tage, wenn zuvor winzig kleine iPhone Apps auf dem großen Bildschirm wiedergegeben werden. Kleine Spiele, mit einem gar noch so einfachen Spielprinzip, erscheinen im neuen Glanz und können auf einem großen Screen plötzlich wieder viel Freude bereiten.

Wir sehen also, eine gute grafische Präsentation und eine vernünftige Steuerung sind Voraussetzungen für gute Spiele auf dem Apple TV. Stimmt beides nicht, rutscht man relativ schnell wieder zurück zum iPad oder dem iPhone.

Zeit also, ein paar gute Spiele für das Apple TV zu empfehlen.

Beginnen möchte ich mit … Agent A!

Der Speck muss weg!

„Der Speck muss weg!“, das aktuelle Motto vieler Menschen zum Jahreswechsel. Ein Grund mal einen genauen Blick auf eine empfehlenswerte Workout App zu werfen. Fangen wir aber mal ganz von vorne an.

Apple selbst bietet mit ihrer Apple Watch Workout App schon eine brauchbare Lösung. Wenn man aber Sport zuhause machen möchte und der Heimsport soll in diesem Artikel und der kalten Jahreszeit mal im Vordergrund stehen, dann stößt man mit der Apple Watch Workout App schnell an seine Grenzen. Kann man dort doch nur den Programmpunkt „Sonstiges“ wählen, um z. B. ein leichtes Aerobic-Training aufzuzeichnen.

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Wer eine zusätzliche Motivation für seine Übungen sucht, der muss dann schon auf das iPhone ausweichen. Dank zahlreicher Apps, wie z. B. 7 Min Workout [Affiliate Link], wird man mit Einspielerfilmchen und Sprachkommandos gut durch die einzelnen Übungen begleitet. Ausführen lässt sich die App auch über die Apple Watch, welche dann wiederum den Workout aufzeichnet. Sehr wichtig für Aktivitätskreisjunkies.

Noch einen Schritt weiter geht es dann mit dem neuen Apple TV, welches in der 4. Generation jetzt auch Apps ausführen kann. Es gibt wohl nichts besseres, als sich die Übungen, wie im Fitnessstudio durch einen Trainer präsentieren zu lassen. Mit dem iPhone- oder iPad-Display ist das zwar auch möglich, aber das perfekte Medium für diese Art von Präsentation ist und bleibt der Fernseher.

In den 80ern ist man noch selbst ins Aerobic-Studios gerannt, in den 90ern hat man sich dann schon dank Videorecorder und Trainingsvideos vor dem heimischen Fernseher bewegt. Die 2000er waren von Erfindungen wie dem Wii Balance Board geprägt, welches nicht nur zum Trainieren animierte, sondern auch die Übungen mit den Board-Sensoren überwachen und aufzeichnen konnte. Und heute?

Heute trainiert man mit dem Apple TV oder besser gesagt mit Hardware aus dem Apple-Ökosystem.

Sehr zu empfehlen ist dabei die kostenlose App ZOVA-Personal Trainer [Affiliate Link]. Eine Workout App, die es schon bei der Präsentation des Apple TVs gab. Das eigentliche Geschäftsmodell von Zova ist der Verkauf von einzelnen Übungen und monatlichen Abos, mit auf den Benutzer abgestimmten Trainingsplänen. Man muss diese Option aber nicht nutzen, findet man doch in der Basisversion schon ausreichend viele freie Übungen. Zova zeichnet sich nicht nur durch gut ausgewählte und gut in Szene gesetzte Übungen aus, sondern kann vor allem in seiner neusten Version punkten. Dank eines Updates wurde die App nun komplett in das vorhandene Apple-Hard- und Software-Ökosystem integriert. Wohl die einzige App, die im Moment so weit geht.

Zova - TV and Apple Watch

Aber jetzt mal genauer. Neben der hervorragenden Präsentation am Fernseher über das Apple TV, kann in der neusten Version nun auch eine Apple Watch angeschlossen werden. Die durchgeführten Übungen werden dabei von der Apple Watch aufgezeichnet und füllen die so begehrten Aktivitätskreise der Uhr. Darüberhinaus kann die von der Uhr gemessene Herzfrequenz wieder zurück an den Fernseher übertragen werden, so dass man die durchzuführende Übung und seine Herzfrequenz immer im Blick hat. Dazu genügt ein kleiner „Tap“ auf die Apple Watch und die aktuellsten Daten der Herzfrequenz werden auf den Fernseher übertragen. Eine tolle Lösung.

Zova - Heart Rate TV 2.jpg   Zova - Health App

Das ist aber noch nicht alles. Zova punktet auch dank einer vollständigen Health-App-Integration. Man mag ja geteilter Meinung sein, was die Apple Health App angeht. Die B-Note, also die Präsentation und die Aufbereitung der Daten, lassen ja noch immer sehr zu wünschen übrig. Schön ist aber, dass man mit der Health App einen zentralen Sammelort für alle Gesundheitsdaten hat. Zova speichert seine Informationen dort ganz vorbildlich.

Ein perfektes Zusammenspiel also von Hardware (Apple TV, Apple Watch, iPhone) und Software (iOS, watchOS, tvOS).

So sieht Zukunft aus.

Zova App

 

Zova – Personal Trainer
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