Linelight ——–*–

Die Auswahl an iOS Games ist gigantisch groß. Klar, dass bei einer solchen Fülle viele Titel einfach „unter dem Radar bleiben“ oder gar „durchs Raster fallen“. Aufmerksamkeit und die richtige Presse, ohne diese beiden Attribute kann man es im App Store leider nicht weit bringen.

Umso wichtiger, von Zeit zu Zeit mal einen lobenswerten iOS-Titel hier zu erwähnen. Ein Spiel was mich in letzter Zeit absolut fesselt und ganz wichtig für mich über „Bushaltestellenkompatibilität“ verfügt ist Linelight. Der Name ist Programm, spielt man doch ein Licht, welches auf einer Linie wandert. Ich würde mal behaupten, man ist ein Elektron, welches sich innerhalb von Schaltkreisen bewegt. Sehr minimalistisch gezeichnet mit einer ebenso rudimentären Steuerung, die übrigens hervorragend auf dem Touchscreen des iPhones bzw. des iPads funktioniert.

gif_v0.4.2_01

Untermalt mit einer sich ständig wiederholenden, aber nicht langweilenden Endlosschleifenmelodie, die einen an die gute alte Game-Boy-Zeit erinnert, wo Speicherplatz für Musik noch kostbar war.

Das Setting stimmt und so fragt man sich unwillkürlich nach ein paar Metern durch die Kupferleitungen: „Kann dieses doch sehr einfach anmutende Spiel auf Dauer spannend bleiben?“. Darauf gibt es eigentlich nur eine Antwort: „JA, absolut“. Die Entwickler versorgen den Spieler mit einem sich stetig steigernden Schwierigkeitsgrad, der durch neue Elemente, wie z. B. verfolgende rote Elektronen, Schalter, Leitungsunterbrechungen, Durchflußbegrenzer, usw. das Game nie langweilig wirken lassen. Vielmehr verfällt man schon nach kurzer Zeit in einen „Flow“, aus dem man nur ungern wieder auftaucht.

Linelight gibt es für 2,29 € im App Store [Affiliate Link]

P.S.: Wem diese ganzen Argument noch nicht genügen, dem sei gesagt, dass sich das Entwicklerstudio den Namen my dog Zorro gegeben hat. So viel Liebe zu seinem Vierbeiner muss einfach mit einem Kauf honoriert werden.

Spielempfehlung – Nightgate

„Im Jahr 2398 ist nach einem großen Krieg ein Netzwerk aus intelligenten Computern, der sogenannten Nightgate, das letzte Vermächtnis von Leben auf dem Planeten Erde.“

Dieser Einleitungssatz lässt keine Frage offen, dass es sich bei dem iOS-Titel Nightgate [Affiliate Link] um ein Spiel handelt, welches in einem dystopischen Zukunftssetting spielt. Das ist zwar richtig, beschreibt aber auf keinen Fall die im Spiel gezeigte reale Welt.

In den 70er Jahren wurden Atari 2600er Spiele mit aufwendig, liebevoll handgezeichneten Fantasiewelten beworben. Das tatsächliche Spiel, mit seiner rudimentären 8-bit Klötzchenoptik war aber so weit davon entfernt, wie Donald Trump von Mutter Theresa.

Ähnlich verhält es sich bei Nightgate, denn das dort gezeigte Universum hat mit unserer Erde, so wie wir sie kennen nichts zu tun. Kühl, abstrakt, minimalistisch zeigt sich diese Welt. Gefüllt von geometrischen Formen, die eher an einen Leistungskurs Mathematik, denn an ein Spiel erinnern. Keine guten Voraussetzungen für die Entspannung zwischendurch. Und doch kommt es ganz anders, aber dazu noch später.

nightgate-1

Zuerst wollen wir mal einen Blick auf die zentrale Spielmechanik werfen, die in meinen Augen bei kleinen iOS Titeln immer eine entscheidende Rolle zum Erfolg eines Smartphone-Games beiträgt. Und diese ist ehrlich gesagt ähnlich einfach und essentiell, wie das gesamte Spiel selbst. Man steuert dabei einen kleinen Punkt durch den Raum, nicht mehr und nicht weniger, als einen verdammten kleinen Punkt. Der Raum ist dabei ein universumähnliches Gebilde, welches durch geometrische Formen angereichert ist, die dem ganzen eine gehörige Tiefe und unglaubliche Weite vermitteln (empfehle das Spiel auf dem iPad).

Mit dem Finger auf dem Touchscreen und einer leichten Bewegung nach rechts, links, oben oder unten ändert man die Flugbahn des kleinen sympathischen Punktes und es ist nicht übertrieben, wenn man behauptet, dass nach kurzer Eingewöhnungsphase eine tiefe Verbundenheit spürbar ist und man förmlich und sehr intuitiv durch den Raum fließt.

nightgate-2

Das Ziel ist es, das nächstmögliche Gate zu erreichen und damit einen kleinen Funken auf das Überleben der Erde zu sichern. Der Weg zum Gate ist gezeichnet von Zwischenstationen, einem kleinen Kreis mit einem noch kleineren Punkt in der Mitte. Diese Stationen müssen berührt und aktiviert werden, erst dann ist der Weg zum Gate frei. Zwischendurch wird man von einem weiteren Punkt zur richtigen Ausgangsposition des folgenden Levels geleitet. Freunde von „The Legend of Zelda“ werden sich unweigerlich an die kleine nervende Fee Navi erinnert fühlen.

Natürlich wird die Reise von Level zu Level anstrengender und schwieriger und so stellen sich zahlreiche unterschiedliche Gegner in den Weg, die allesamt an ihrer roten Farbe zu erkennen sind. Rotierende Skalen, wie die Lautstärkenregelung einer Stereoanlage, sich auf und ab bewegende Linien mit der Schneidkraft eines Laserschwertes, propellerartige Wesen, die mit der Intelligenz eines Marschflugkörpers einem das Leben aushauchen wollen.

Begleitet wird dieses Szenario von einem sehr gelungenen und absolut passenden Soundtrack, der nicht umsonst auch bei iTunes separat gekauft werden kann. Ich erinnere mich noch gut an das Ende der 70er-Jahre, als ich anfing mich für synthetische Musik zu interessieren. Als Jugendlicher lauschte ich im Bett liegend, mit gigantischen Mickey-Mouse-Kopfhörern, den Klängen von Jean-Michel Jarre, der mich in andere Spähren abdriften lies, bis mich ein kurzes Knarzen und Kratzen der Vinyl-Schallplatte wieder in die Realität katapultierte. Kein Wunder, dass beim Soundtrack von Nightgate der Einfluss des unumstrittenen Meisters unüberhörbar ist. Angereichert mit einer modernen Prise TRON von Daft Punk. Was will man mehr… unbedingt mit Kopfhörer spielen!

Ist es vielleicht doch nur die Musik, die mich diesem Spiel verfallen lässt?

Nein, Nightgate besticht in meinen Augen mit einem Attribut, das es nur bei sehr wenigen Spielen gibt … totale Entspannung.

Ja, ein Spiel bei dem man sich nicht gehetzt, verängstigt oder überfordert fühlt. Ein Spiel das in erster Linie entspannt. Als würde man über einem guten Mandala sitzen, der Lieblingsmusik lauschen und mit jedem Bleistiftstrich mehr und mehr im Karma der inneren Ruhe versinken.

Nightgate Icon.png

Nightgate (Universal 2,99 €)

Shigeru Cookamoto

Der Apple Event ist vorbei. Für mich übrigens schon ab der Minute 9, als Shigeru Miyamoto die Produzenten-Ikone aus dem Hause Nintendo die Bühne betrat und verkündete, dass Super Mario auf das iPhone kommt.

Wer mich kennt weiß, dass meine beiden Steckenpferde „Apple“ und „RetroGames“ (mit einem ganz deutlichen Hang zu Nintendo) sind. Gestern Abend war also Weihnachten und Ostern zugleich. Die Keynote konnte nicht besser werden und exemplarisch dafür steht dieser Tweet von Menschen, die mich persönlich kennen.

tweet-von-fehlpass

Ja, der Mund stand weit offen, das Atmen viel schwer und der Event war eigentlich schon gelaufen … Music Act, fertig, hätte für mich auch gepasst. Meiner Frau (die Hunde liebt und gerne kocht) und mich gestern ungläubig beobachtete erklärte ich die Situation wie folgt:

Stell dir vor Jamie Oliver backt mit Cesar Millan Hundekekse.

Aber was bedeutet das für die Marke Nintendo? Eine Firma, die in der Vergangenheit ganz bedacht und behutsam mit ihren Produkten umgegangen ist. Bis auf den verunglückten Ausflug mit dem Philips CD-i gab es eigentlich kein Nintendo Spiel auf anderen Plattformen, als die aus dem eigenen Hause.

Was ist also passiert und ist das das Ende von Nintendo?

Keineswegs … wenn man sich die Ankündigung von gestern nochmals in Ruhe betrachtet fällt auf, dass man zwar das stärkste Pferd im Stall „Super Mario“ bemüht hat, das Spiel selbst aber eher ein Nebenprodukt darstellt. Schließlich handelt es sich dabei nicht um einen vollwertigen Super-Mario-Titel und den wird es meiner Meinungen nach auch nicht so schnell auf einer anderen Plattform geben.

Nintendo hat mal wieder ganz behutsam seine Fühler ausgestreckt und macht deutlich, dass sie sich sehr wohl ihrer Vergangenheit bewusst sind und nicht ihr ganzes Potential verspielen, wie es einst SEGA getan hat oder besser gesagt, leider tun musste.

Man öffnet sein Universum nicht einfach blind für eine neue Plattform, sondern beobachtet erst in aller Ruhe und mit dem nötigen Abstand. Nintendo hat dabei seine Hausaufgaben gemacht und sich die nötige Zeit gelassen. Genau wurde der App Store analysiert, dessen Hürden und Schwierigkeiten ausgelotet und nach funktionierenden Spielprinzipien geforscht. Ganz bewusst wurde Miitmo als erstes „Game“ oder besser gesagt als erste App gewählt. Damit konnte man zwar nicht gewinnen, aber auch nicht verlieren oder gar scheitern und die Presse hätte sich sicherlich
darüber gefreut. Nintendo wollte damit nur eins, erstmal im App Store ankommen.miitomoDanach der Glücksgriff mit Pokémon GO, der ganz bewusst nicht als Super-Seller ausgelegt war, sind die Anteile bei der Entwicklung von Nintendo doch eher bescheiden und hätten somit auch einen vielleicht eingetretenen Flop leichter verschmerzen lassen. Wir wissen alle, dass es anders kam.super-mario-runUnd jetzt Super Mario Run. Der bekannteste Charakter aus dem unendlichen Nintendo-Universum, jedoch ganz fokussiert auf ein im App Store gut funktionierendes Spielprinzip, dem Endless-Runner; jetzt im passenden Side-Scrolling und nicht frontal, wie bei den meisten anderen Titeln. Dieses Ding wird ein Erfolg werden. Spiele wie Sonic Dash oder Minion Rush haben bewiesen, dass es nicht unbedingt viel braucht, um im App Store Geld zu generieren.

So the basic premise this time was, we started by wanting to make a Mario game that you play one-handed. (Shigeru Miyamoto)

Und das wird wohl auch einer der Hauptgründe sein, warum Nintendo diesen Schritt gegangen ist. Erstens, die Verluste der Wii U und des allgemein schwächelnden Geschäfts für Nintendo abzufangen. Zweitens, die (immer laut schreienden und besserwissenden) Aktionäre beruhigen (ohne tatsächlich das zu tun, was diese eigentlich fordern). Und zu guter Letzte aus dieser ganzen vertrackten Situation noch ein Momentum an Auftrieb zu gewinnen. Ist es doch die perfekte Werbung für Nintendo selbst. Für ihre Welten, deren Charaktere und somit auch für ihre eigene Hardware und Spiele. Shigeru Miyamoto selbst dazu …

we have millions of people who may never have played a Pokémon game, or maybe just knew the name Pokémon, who are now playing that game and learning the names of each individual Pokémon. And the result of that is that we’re also seeing sales of things like our original Pokémon Red and Blue games on the rise as a result of that.

Was mich gestern wirklich überrascht hat, war eher eine andere Ankündigung. Pokémon GO soll auf die Apple Watch kommen! Etwas, dass ich ehrlich gesagt nicht für möglich gehalten hätte. War ich doch fest der Überzeugung, dass man mit dem Pokémon GO Plus Armband den ganzen Batzen Geld selbst abschöpfen möchte und es aus diesem Grund keine Alternativen geben wird.

appleevent-pikachu

Wer weiß, was die eigentlich Gründe dafür sind. Vielleicht ist in diesem Zusammenspiel auch die Macht von Niantic gegenüber Nintendo so groß, dass man seine Position nicht mehr verteidigen konnte. Sei es wie es ist, für mich als Apple Watch Träger ein weiteres nicht zu unterschätzendes Verkaufsargument für die Uhr. Selbst mein Sohn, den die Apple Watch in der Vergangenheit kalt gelassen hat, hatte funkelnde Augen bei der Präsentation und ich konnte mir schon in Gedanken den Wunschzettel für Weihnachten ausmalen.

Also kein Ende für Nintendo, wohl eher der Anfang einer neuen Ära. Schließlich haben sich gestern zwei der erfolgreichsten Firmen der Welt die Hände gereicht.

Und schön zu sehen, dass sich beide den nötigen Abstand und Respekt bewahren, war es doch tatsächlich Tim Cook, der bei seinem ersten Treffen mit Miyamoto extrem nervös war. Shigeru Miyamoto dazu …

It was actually shocking for me, because when I met with him (Tim Cook), I didn’t realize I was older than him, and he mentioned that he’d been playing my games in college.

 

Wenn der Podcast zweimal klockiet

Vor ein paar Monaten war ich bereits zu Gast beim InsertMoin Podcast und es wurde über meine Spiele-Empfehlung „Agent A“ für das Apple TV geplaudert.

klocki gameplay.png

Gestern sprach ich mit Daniel über einen Tipp der App-Store-Redaktion … „Klocki“ [Affiliate Link] ein „bushaltestellenkompatibles“ Puzzle Game, in „monumentaler Optik“, das mit steigendem Schwierigkeitsgrad auch richtig Spaß macht.

Hier gehts zum Podcast …

klocki logo.png

Klocki (Universal 0,99 €) [Affiliate Link]

 

 

 

 

 

Surfingers

Aus der Serie: „Spiele für das Apple TV“

Das iPhone ist die perfekte „Bushaltestellenspielekonsole“ … in den wenigen Minuten, die einem bis zum Eintreffen des Buses bleiben, spielt man was „Schnelles“, „Unkompliziertes“, etwas was „Laune macht“.

Der App Store bietet dafür zahlreiche Möglichkeiten. Vor allem sogenannte „One-Button-Games“ scheinen das richtige Spiel für diese auszufüllenden Zehntelsekunden zu sein. Spiele, die man nicht knifflig bedienen muss, sondern die durch einen einfachen Druck auf den Bildschirm oder eine kleine Wischgeste gesteuert werden.

Unter diese Kategorie fällt auch „Surfingers“. Der Name sagt dabei schon alles, ist er doch eine Kombination aus den Worten „Surf“ und „Finger“ und beschreibt sehr genau, was man in diesem Spiel machen muss; einen Surfer mit dem Finger über die Wellen helfen, ohne dass er dabei vom Brett fällt. That’s it! Ein klassisches One-Button-Game also.
Surfingers Gameplay 2.jpg
Positiv erwähnen muss man, dass Surfingers sehr schön inszeniert wurde. Die Grafik verzückt, der Sound macht Laune und die Spielmechanik ist perfekt umgesetzt. Außerdem ist es kostenlos und mit einer sehr neutralen Free-to-Play-Mechanik versehen. Man kann sich von den Werbeeinblendungen freikaufen bzw. Charaktere à la Crossy Road [Affiliate Link].

Das erstaunlichste an diesem Titel ist aber die Tatsache, dass man „Surfingers“ vorzüglich auf dem Apple TV mit der Siri Remote spielen kann. Die grafische und akustische Präsentation auf dem gewaltigen TV-Schirm werten dieses Game unglaublich auf.

Ergänzend sei noch erwähnt, dass man nie in die Verlegenheit kommt, wie auf dem iPhone mit seinen Fingern beim Steuern den halben Bildschirm zu bedecken und so nur schlecht den weiteren Spielverlauf zu erblicken.

Ja, das Apple TV bietet auch Vorteile …

Surfingers Logo

Surfingers (kostenlos Universal) [Affiliate Link]

 

 

Pac-Man Championship Edition DX

Aus der Serie: „Spiele für das Apple TV“

Es gibt nur wenige Spiele, die man vom Fleck weg und ohne Einschränkungen empfehlen kann. Dazu zählt gewiss der Klassiker Pac-Man. Das Labyrinthspiel hat nach nunmehr 35 Jahre noch immer nicht an seinem Reiz verloren.

Es ist jedoch nicht die ursprüngliche Arcadeversion der 80er Jahre, die ich euch ans Herz legen möchte, sondern einer seiner Nachfolger „Pac-Man Championship Edition DX“. Ein Titel von Namco Bandai Games, der inzwischen auch schon wieder mehr retro denn aktuell ist. Das Spiel erschien nämlich bereits 2010 als downloadable Content auf Xbox Live Arcade und dem PlayStation Network. Inzwischen hat es auch seinen Weg auf das Apple TV gefunden und macht dort eine vorbildliche Figur.Pac-Man Title
Etwas anderes war auch nicht zu erwarten, betrachtet man die Bewertungen der Vergangenheit. Eine Metacritic von 93/100 spricht eine deutliche Sprache und für die IGN war das Game gar „Best Retro Design of the year“ und wurde mit dem Traumwert  von 10/10 versehen.

Worum geht es nun bei „Pac-Man Championship Edition DX“?  Das Spielkonzept bleibt seinen Wurzeln treu und so muss man mit dem kleinen gelben Puck durch ein Labyrinth reisen in dem Gespenster hausen, denen man nicht zu nahe kommen darf. Auf dieser Reise muss Pac-Man so viele Pillen wie möglich fressen. Um der Bedrängnis der Geister etwas zu entfliehen, können auch sogenannte Kraftpillen geschluckt werden, die das Spiel plötzlich umdrehen, die Geister blau färben und sie dann zur Leibspeise von Pac-Man machen.Pac-Man Pacmania
Neben diesem ursprünglichen Spielkonzept findet man in „Pac-Man Championship Edition DX“ einige kleine und mit bedacht gewählte Erweiterungen, die das Spiel förmlich in die Neuzeit katapultieren.

Alles ist schneller, bunter, knalliger und lauter. Die perfekte Symbiose aus pixeliger verspielter Vergangenheit und schriller unterkühlten Zukunft.

Hinzu kommt eine neue Gespenstergeneration. Schlafende Geister, die nur darauf warten, dass Pac-Man an ihnen vorbeihuscht, um ihm dann in einer sehr aufdringlichen Art und Weise zu folgen. Belässt man es nicht nur bei einem Geist, bilden sich mit jedem aufgeweckten Gespenst eine bunte in regenbogenfarben schimmernde Schlange, die in „Snake-Manier“ durch das Labyrinth wuselt und nicht mehr von einem ablässt … bis … ja bis man eine Kraftpille frisst und den ganzen Zug genüsslich in seinen Mund fahren lässt und verspeist.Pac-Man Munch
Da „Pac-Man Championship Edition DX“ ein sehr schnelles Spiel ist, gibt es neben den Kraftpillen noch andere Helfer, die einem das Leben im Labyrinth einfacher machen. Kommt man einem Gespenst zu nahe, setzt unverzüglich ein Slow-Motion Effekt ein. Nun hat man die Möglichkeit kehrt zu machen und den Geistern zu entfliehen, oder wenn gar nichts mehr hilft, eine Bombe zu zünden, die alle Geister zurück in den Startraum verbannt, der sich in der Mitte des Labyrinths befindet.Pac-Man Preferences

Grafisch macht das Spiel eine gute Figur, nicht nur wegen seines stimmigen neonfarbenen Tron-Grundsettings. Darüberhinaus kann der Spieler nämlich zwischen einigen Designvariationen für das Labyrinth und die Spielfiguren wählen. Das im Level gespielte Musikstück und der Schwierigkeitsgrad kann ebenfalls eingestellt werden.

„Pac-Man Championship Edition DX“ ist ein großer Spaß und eine absolute Empfehlung für das Apple TV (vorausgesetzt man steuert es nicht mit der Siri Remote, sondern mit einem echten Controller).

Pac-Man Logo 
Pac-Man Championship Edition DX (4,99 € Universal) [Affiliate Link]

 

Agent A [Update]

Aus der Serie: „Spiele für das Apple TV“

Ein bereits 2015 erschienener iOS Titel des Yak & co. Teams hat es nun auf das Apple TV geschafft.

Schon auf dem iPad konnte das Spiel, welches ganz im Stile von Agentenfilmen der 60er Jahre gehalten ist, überzeugen. Wer auf Puzzles und Knobeleien steht, kommt bei Agent A voll auf seine Kosten.

Neben den gut durchdachten und manchmal auch herausfordernden Rätseln, glänzt das Spiel durch eine gelungene grafische Präsentation. Kein geringerer als Mark White zeichnet sich dafür verantwortlich, der mit dem Titel Dumb Ways to Die 2  [Affiliate Link] bereits einen süßen grafischen Leckerbissen kreiert hat.

3_ipad.png

Wie bei Point-and-Click-Adventures steuert man seinen Agenten oder Agentin durch eine amerikanische Villa im Bauhaus Stil und kann dort in den diversen Räumen mit verschiedenen Gegenständen interagieren. Trotz, oder vielleicht gerade wegen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit, macht die Steuerung mit der Siri Remote Sinn.

Sicherlich lässt sich das Spiel auf einem iPad flüssiger steuern, dafür entschädigt das Apple TV aber dank des großen TV-Schirms, der das wirklich stimmungsvolle grafische und akustische Erlebnis deutlich steigert. Obwohl das Spiel in einem relativ figurinen Comic-Look daherkommt, gelingt es trotzdem den Spieler in die Geschichte zu saugen.

Ich selbst habe Agent A ohne es bereits gekannt zu haben eines Abends kurz vor Mitternacht geladen, angespielt und nicht mehr beiseite gelegt, bis ich am Ende der Geschichte war. Dank einer Gesamtspielzeit von etwa 2-3 Stunden war meine Nacht entsprechend kurz und das Spiel leider noch immer nicht zu Ende.

Soviel kann ich nämlich schon verraten, die Entwickler haben bereits weitere Inhalte angekündigt. Ich freu mich drauf!

logo_bg
Agent A (2,99 € Universal) [Affiliate Link]

[Update 07.04.2016] Wer noch mehr zu „Agent A“ erfahren möchte, der lauscht der Insert Moin Podcast Folge 1549, bei der ich zu Gast sein durfte.