Shigeru Cookamoto

Der Apple Event ist vorbei. Für mich übrigens schon ab der Minute 9, als Shigeru Miyamoto die Produzenten-Ikone aus dem Hause Nintendo die Bühne betrat und verkündete, dass Super Mario auf das iPhone kommt.

Wer mich kennt weiß, dass meine beiden Steckenpferde „Apple“ und „RetroGames“ (mit einem ganz deutlichen Hang zu Nintendo) sind. Gestern Abend war also Weihnachten und Ostern zugleich. Die Keynote konnte nicht besser werden und exemplarisch dafür steht dieser Tweet von Menschen, die mich persönlich kennen.

tweet-von-fehlpass

Ja, der Mund stand weit offen, das Atmen viel schwer und der Event war eigentlich schon gelaufen … Music Act, fertig, hätte für mich auch gepasst. Meiner Frau (die Hunde liebt und gerne kocht) und mich gestern ungläubig beobachtete erklärte ich die Situation wie folgt:

Stell dir vor Jamie Oliver backt mit Cesar Millan Hundekekse.

Aber was bedeutet das für die Marke Nintendo? Eine Firma, die in der Vergangenheit ganz bedacht und behutsam mit ihren Produkten umgegangen ist. Bis auf den verunglückten Ausflug mit dem Philips CD-i gab es eigentlich kein Nintendo Spiel auf anderen Plattformen, als die aus dem eigenen Hause.

Was ist also passiert und ist das das Ende von Nintendo?

Keineswegs … wenn man sich die Ankündigung von gestern nochmals in Ruhe betrachtet fällt auf, dass man zwar das stärkste Pferd im Stall „Super Mario“ bemüht hat, das Spiel selbst aber eher ein Nebenprodukt darstellt. Schließlich handelt es sich dabei nicht um einen vollwertigen Super-Mario-Titel und den wird es meiner Meinungen nach auch nicht so schnell auf einer anderen Plattform geben.

Nintendo hat mal wieder ganz behutsam seine Fühler ausgestreckt und macht deutlich, dass sie sich sehr wohl ihrer Vergangenheit bewusst sind und nicht ihr ganzes Potential verspielen, wie es einst SEGA getan hat oder besser gesagt, leider tun musste.

Man öffnet sein Universum nicht einfach blind für eine neue Plattform, sondern beobachtet erst in aller Ruhe und mit dem nötigen Abstand. Nintendo hat dabei seine Hausaufgaben gemacht und sich die nötige Zeit gelassen. Genau wurde der App Store analysiert, dessen Hürden und Schwierigkeiten ausgelotet und nach funktionierenden Spielprinzipien geforscht. Ganz bewusst wurde Miitmo als erstes „Game“ oder besser gesagt als erste App gewählt. Damit konnte man zwar nicht gewinnen, aber auch nicht verlieren oder gar scheitern und die Presse hätte sich sicherlich
darüber gefreut. Nintendo wollte damit nur eins, erstmal im App Store ankommen.miitomoDanach der Glücksgriff mit Pokémon GO, der ganz bewusst nicht als Super-Seller ausgelegt war, sind die Anteile bei der Entwicklung von Nintendo doch eher bescheiden und hätten somit auch einen vielleicht eingetretenen Flop leichter verschmerzen lassen. Wir wissen alle, dass es anders kam.super-mario-runUnd jetzt Super Mario Run. Der bekannteste Charakter aus dem unendlichen Nintendo-Universum, jedoch ganz fokussiert auf ein im App Store gut funktionierendes Spielprinzip, dem Endless-Runner; jetzt im passenden Side-Scrolling und nicht frontal, wie bei den meisten anderen Titeln. Dieses Ding wird ein Erfolg werden. Spiele wie Sonic Dash oder Minion Rush haben bewiesen, dass es nicht unbedingt viel braucht, um im App Store Geld zu generieren.

So the basic premise this time was, we started by wanting to make a Mario game that you play one-handed. (Shigeru Miyamoto)

Und das wird wohl auch einer der Hauptgründe sein, warum Nintendo diesen Schritt gegangen ist. Erstens, die Verluste der Wii U und des allgemein schwächelnden Geschäfts für Nintendo abzufangen. Zweitens, die (immer laut schreienden und besserwissenden) Aktionäre beruhigen (ohne tatsächlich das zu tun, was diese eigentlich fordern). Und zu guter Letzte aus dieser ganzen vertrackten Situation noch ein Momentum an Auftrieb zu gewinnen. Ist es doch die perfekte Werbung für Nintendo selbst. Für ihre Welten, deren Charaktere und somit auch für ihre eigene Hardware und Spiele. Shigeru Miyamoto selbst dazu …

we have millions of people who may never have played a Pokémon game, or maybe just knew the name Pokémon, who are now playing that game and learning the names of each individual Pokémon. And the result of that is that we’re also seeing sales of things like our original Pokémon Red and Blue games on the rise as a result of that.

Was mich gestern wirklich überrascht hat, war eher eine andere Ankündigung. Pokémon GO soll auf die Apple Watch kommen! Etwas, dass ich ehrlich gesagt nicht für möglich gehalten hätte. War ich doch fest der Überzeugung, dass man mit dem Pokémon GO Plus Armband den ganzen Batzen Geld selbst abschöpfen möchte und es aus diesem Grund keine Alternativen geben wird.

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Wer weiß, was die eigentlich Gründe dafür sind. Vielleicht ist in diesem Zusammenspiel auch die Macht von Niantic gegenüber Nintendo so groß, dass man seine Position nicht mehr verteidigen konnte. Sei es wie es ist, für mich als Apple Watch Träger ein weiteres nicht zu unterschätzendes Verkaufsargument für die Uhr. Selbst mein Sohn, den die Apple Watch in der Vergangenheit kalt gelassen hat, hatte funkelnde Augen bei der Präsentation und ich konnte mir schon in Gedanken den Wunschzettel für Weihnachten ausmalen.

Also kein Ende für Nintendo, wohl eher der Anfang einer neuen Ära. Schließlich haben sich gestern zwei der erfolgreichsten Firmen der Welt die Hände gereicht.

Und schön zu sehen, dass sich beide den nötigen Abstand und Respekt bewahren, war es doch tatsächlich Tim Cook, der bei seinem ersten Treffen mit Miyamoto extrem nervös war. Shigeru Miyamoto dazu …

It was actually shocking for me, because when I met with him (Tim Cook), I didn’t realize I was older than him, and he mentioned that he’d been playing my games in college.

 

Das beeindruckendste der Apple Keynote

Ja, ein sehr reißerischer Titel, ich gebe es zu. Aber bei der ganzen Unaufgeregtheit der Keynote mit sicherlich wichtigen aber dennoch eher „spröden“ Produkten bleibt ein Video in Erinnerung, welches doch am meisten beeindruckte.

Tja, ein einfacher Roboter. Ein mehr oder weniger noch in der Entwicklung befindlicher Roboter und doch ist es genau das, was man von Apple erwartet. Die Überraschung, das Neue, das Unerwartete, die geniale und doch so naheliegende Idee und dazu alles noch gewürzt mit einer gewissen Prise „Tech-Porn“, exakt danach lechzt die Fangemeinde.

Viel spannender als die eigentliche Präsentation von „Liam“ fand ich dann aber, wie viel Raum Apple dem übergreifenden Thema Umweltschutz gewährt hat. Fast 10 Minuten, einer 60-minütigen Show, die eigentlich zum Verkauf von Produkte gedacht ist. Erstaunlich viel Zeit, für ein börsenorientiertes Unternehmen, das vom Verkauf dieser Produkte lebt.

Keine Frage, die neue Ausrichtung, weg vom durchgestylten technikproduzierenden Trendunternehmen, hin zum verantwortungsbewussten Marktführer mag aufgesetzt wirken. Mich überzeugt sie aber doch. Denn der CEO selbst, Tim Cook persönlich, steht voll und ganz hinter dieser neuen Linie, oder ist besser gesagt Initiator und Triebfeder.

So überzeugend ehrlich Steve Jobs immer hinter den angebotenen Produkten stand, so ist es Tim Cook jetzt, der die neue Welt von Apple mit den Schwerpunkten „Environment, Diversity und Security“ entscheidend prägt. Und das ist „doppelt-schlau“ wie ich finde.

Zum einen macht es Apple sympathisch, die damit zeigen, dass sie mit ihrer klaren Marktpräsenz und -dominanz, als eines der reichsten Unternehmen der Welt, nicht nur auf noch mehr Profite aus sind, sondern diese Macht nutzen, Dinge einfach mal anders zu machen, weil sie es sich leisten können. In der Industrie gibt es davon nur sehr wenige positive Beispiele. Ist man mal an der Spitze, wird die Position in der Regel ausgenutzt.

Apple und vor allem Tim Cook ist dabei anders. Man versteht sich als Leader der Industrie, mit einer Art Vorbildfunktion, die vorleben, wie man es bewusst richtig macht, oder besser gesagt ansatzweise versucht bewusst richtig zu machen.

„If you want me to do things only for ROI reasons, you should get out of this stock.“ Tim Cook

Ein cleverer Schachzug, stärkt man dadurch doch seine Firmenidentität und das Image nach außen erheblich und macht es auf der anderen Seite der Konkurrenz schwer gleichzuziehen. Schwer, da sich diese Konkurrenz vor dem Problem sieht, es entweder genauso zu machen und dabei in Kauf nehmen muss Geld und Profite zu verlieren oder es lieber nicht zu tun und dann aber statt des Geldes das Gesicht gegenüber den Kunden. Und wer könnte sich das wohl im Moment besser leisten als Apple.

Ähnlich ist die Situation in Sachen „Security“. Apple lebt von ihren Produkten und nicht von den Daten, wie der Hauptkonkurrent Google. Wieder sehr clever die Marktmacht eingesetzt um sich deutchlich gegenüber dem Wettbewerber zu positionieren und gleichzeitig aus Verbrauchersicht den richtigen Weg zu gehen.

Scheitern kann dieses Vorhaben natürlich trotzdem und zwar dann, wenn die Käufer diese Unterschiede nicht deutlich genug honorieren. Bestes Beispiel, der Bio-Burger der Firma McDonalds, der erst vor kurzem grandios floppte.

(Späte) Gedanken zum Apple Special Event

Ganze zwei Wochen sind nun vergangen und der Apple Special Event vom 9. September ist gefühlt schon eine Ewigkeit her. Macht es da überhaupt noch Sinn darüber zu sprechen? Ich denke ja und versuche hier mit dem nötigen Abstand und ohne jegliche Hilfen, das niederzuschreiben, was in meinem Kopf hängengeblieben ist. Vielleicht auch mal kein schlechter Ansatz.

Junge, wenn du mal nicht weiter weißt, dann höre immer auf dein Bauchgefühl.

Der gut gemeinte Rat meiner Eltern findet mal wieder Anwendung bei der Frage: „War das ein guter Event?“. Da muss ich nicht lange überlegen. Ja, dieser Apple-Event war einfach gut, in jeglicher Hinsicht. Einen Vergleich zum letzten WWDC-Event mit der Vorstellung von Apple Music möchte ich nicht ziehen. Da gewinnt wohl alles dagegen, sogar die Vorstellung einer neuen Formelsammlung für Finanzmarktanalysen.

Tim Cook Opening Event 2015Betrachten wir also den September Event. Was ist mir noch positiv in Erinnerung geblieben? Mir fällt sofort der Beginn der Veranstaltung ein. Ein gut gelaunter Tim Cook betritt die Bühne und schindet mal keine Zeit mit langweiligen Zahlen, sondern kommt gleich zur Sache. Sehr sympathisch und wohl auch dem straffen Programm des Events geschuldet. Keine Kleinigkeit, ist doch Apple ein börsennotiertes Unternehmen, das trotz gigantischer Gewinne auch immer auf die wohlwollenden Reaktionen der Analysten angewiesen ist.

Noch besser war aber der Hinweis von Tim Cook, dass man jetzt eine deutlich größeren Präsentationsort gewählt hat, um nicht etwa noch mehr Journalisten zu beherbergen, sondern die Mehrzahl der Besucher Apple Mitarbeiter sind. Ein weiterer Hinweis über die neue Firmenkultur bei Apple, die inzwischen deutlich die Handschrift von Tim Cook trägt.

Apple Watch Hermes

Wie ging es dann weiter? Ja, die Apple Watch war mal wieder Thema. Nicht viel neues, was sich aber bei mir sofort eingebrannt hat, war das wundervolle Hermès Armband. Sind das etwa neue Pfade, die da Apple bestreitet? Nicht ganz, solche Kooperationen gab es auch schon früher, man denke da nur an den Hewlett-Packard-iPod (haha). Hier wird nun wieder der große Einfluss von Jony Ive deutlich. Die Hermès Kooperation trägt eindeutig seine Handschrift. Beim ersten Betrachten der Preisliste musste ich dann aber schlucken, sollten die Armbändern tatsächlich über 1.000 Euro kosten? Nach dem zweiten Blick normalisierte sich mein Puls, die Apple Watch ist bei diesem Preis dabei. Auch wenn viele sagen, das sei zu teuer, bleibt es doch die günstigste Uhr, die Hermès in seinem aktuellen Programm hat!

Exakt vier große Punkte hatte der Apple Event zu bieten, das weiß ich noch. Wie ging es nach der Apple Watch weiter? Genau, mit dem iPad. Hallo? Mit dem iPad? Was hat ein iPad auf einem September Event zu suchen, der eigentlich für die Präsentation des iPhones geschaffen wurde? Wir sind alle eines besseren belehrt worden. Apple hat doch tatsächlich ein neues Produkt aus dem Hut gezaubert. Wenn jetzt einige meinen, das iPad Pro ist nur ein „großes“ iPad, dann denkt man zu kurzfristig. Wir haben es hier mit einer neuen Produktkategorie von Apple zu tun und jetzt schließt sich auch wieder der Kreis aller zuvor gemeldeten Gerüchte und den Kooperationen zwischen Apple mit Cisco und IBM. Etwas, dass ich vor ein paar Jahren nicht für möglich gehalten hätte scheint einzutreffen. Apple interessiert sich wieder für den Business-Markt und versucht diesen wohl mit den Kooperationen und ganz fest mit dem iPad Pro zu erobern. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich davon halten soll. Die Möglichkeit, dass es vielleicht klappt ist zum augenblicklichen Zeitpunkt nicht mehr soweit entfernt, wie es noch vor Jahren war.

iPad Pro Faster

Zurück aber zum Produkt, dem iPad Pro, das mir, wenn man mich mal wieder nach meinem „Bauchgefühl“ fragt, eigentlich gut gefällt. Nicht unbedingt etwas was ich sofort benutzen würde, aber mein Gefühl sagt trotzdem wieder „Ja“. Die Preispolitik und Ausstattungsstufen lassen mich aber etwas ratlos zurück. Warum hat nur das größte iPad Pro mit 128 GB die Möglichkeit einer Mobilfunkanbindung? Würde es nicht sogar bei den kleiner Modellen, wo die Daten dann in der Cloud liegen, nicht noch mehr Sinn machen? Und beschneidet man dann dem Produkt nicht eines seiner schon immer besten Features gegenüber einem MacBook; dem „echten“ Online-Faktor. Bis heute gibt es keine Online-MacBooks. Weiterhin besteht dort nur die Möglichkeit über das umständliche Tethering mit dem iPhone. Für mich schon immer eines der Hauptpluspunkte bei der Benutzung eine iPads.

Erwähnen sollte man auch den Werbespot für das iPad Prod, der wie ich finde sehr gut gelungen ist. Fantastische Bilder des unendlichen Universums, welche natürlich eine direkte Anspielung auf die Größe des Gerätes sind.

Ins Auge sticht natürlich auch der Apple Pencil, der irgendwie ein komisch Gefühl bei mir hinterlässt, hat man doch noch immer die Aussage von Steve im Kopf „wer braucht schon einen Stift“. Klar, dieser Satz ist aus einem andern Kontext heraus entstanden und der Apple Pencil hat seine Daseinsberechtigung. Er ist als eine Ergänzung zum iPad zu verstehen und wird ja auch so angeboten, liegt er dem iPad ja nicht bei, sondern kann für Apple Verhältnisse günstige 100 Euro dazugekauft werden.Apple-Pencil

Ein weiteres Indiz für eine eher Business-orientierte Ausrichtung. Mehr Infos zum Apple Pencil findet ihr übrigens in dem interessanten Artikel der Designerin Linda Dong. Wenn dem so ist, dann schein der Apple Pencil sogar ein großer Wurf zu sein.

Apple Smart Keyboard

Ob man das auch von dem Keyboard behaupten kann, bleibt fraglich, sieht es doch wie eine Blaupause des Microsoft Surface Keyboards aus. Das es das aber im Grunde nicht ist, macht der ursprüngliche Patentantrag von Apple deutlich, der übrigens noch vor dem Surface Keyboard eingereicht wurde. In der Presse- und Medienlandschaft, wird diese Produktvorstellung aber weiterhin als „Cupertino,  start your photocopiers“ wahrgenommen werden und der Preis von wohl über 170 Euro wird dann wohl auch eher für zurückhaltende Schlagzeilen sorgen.

Deutlich wird aber mit dem iPad Pro, dem Pencil und der Tastatur, welche Zukunftsvisionen Apple hat. Eine Ablösung des klassischen Computers steht im Moment ganz oben auf der Agenda von Apple.

Der nächste Programmpunkt, der ja auch schon über die Gerüchteküche zu hören war, betraf dann das Apple TV. Ein Produkt, zu dem ich eigentlich nicht viel sagen kann, denn ich besitze bis heute keines. Grund ist der fehlende TV mit HDMI-Eingang. Das ich mich jetzt von meiner geliebten alten Röhre verabschiede und mir tatsächlich einen neuen Flatscreen kaufe, sagt wohl schon viel. Der Reiz besteht für mich dabei am ehesten an der Tatsache, dass jetzt Apps und Spiele am Apple TV genutzt werden können und an der neuen Fernbedienung.

New-Apple-TV
Ein abschließendes Urteil möchte ich mir aber darüber erst bilden, wenn ich es auch mal benutzt habe. Mein Bauchgefühl dazu würde ich eher als „verhalten“ beschreiben. Das Apple TV ist für mich nicht Fisch und nicht Fleisch und hinterlässt ein bisschen das Gefühl, es hier mit einem Produkt zu tun zu haben, dass nicht in letzter Konsequenz durchdacht wurde und gerne alle Türen offen lässt. Etwas, was man von Apple so eigentlich eher nicht kennt.

Vielleicht weiterhin doch nur ein Hobby?

Das iPhone selbst, war dann natürlich keine Überraschung mehr, es bleibt aber das weiterhin wichtigste Produkt für Apple. Nicht umsonst wurde die Präsentation ans Ende der Veranstaltung gelegt. Neben den üblichen Speedbumps und den tollen Farben (ich würde mich tatsächlich für rosa entscheiden) gab es eine für mich herausragende Neuerung, die Taptic Engine.

taptic-engine-iphone-6s

Wer hier diesen Blog liest weiß, dass ich ein großer Fan der Taptic Engine bin, sei es bei der Apple Watch oder dem MacBook. Apple hat hier total überzeugt. Wenn die Integration auf dem iPhone und im iOS genauso gut gelungen ist, dann ist das nicht nur ein neues Feature bei den Phones, sondern ein komplett neuer Weg der Benutzerführung den Apple damit bestreitet. Außerdem hebt man sich dadurch abermals von der Konkurrenz ab, was auf Dauer immer schwieriger werden dürfte.


Ein weiteres Highlight war für mich noch das neue Live Photos. Ein wohl im Moment noch von den meisten unterschätzte Funktion des iPhone. Könnte mir vorstellen, dass es wirklich die Fotografie, so wie wir sie all die Jahre über verstanden haben, revolutionieren kann. Es bleibt spannend, warten wir’s ab.

Gesungen hat dann noch One Republic, was eigentlich keine Erwähnung wert ist, wäre da nicht das „Fuck“ von Sänger Ryan Tedder beim Selfie Versuch mit Tim Cook gewesen.