Linelight ——–*–

Die Auswahl an iOS Games ist gigantisch groß. Klar, dass bei einer solchen Fülle viele Titel einfach „unter dem Radar bleiben“ oder gar „durchs Raster fallen“. Aufmerksamkeit und die richtige Presse, ohne diese beiden Attribute kann man es im App Store leider nicht weit bringen.

Umso wichtiger, von Zeit zu Zeit mal einen lobenswerten iOS-Titel hier zu erwähnen. Ein Spiel was mich in letzter Zeit absolut fesselt und ganz wichtig für mich über „Bushaltestellenkompatibilität“ verfügt ist Linelight. Der Name ist Programm, spielt man doch ein Licht, welches auf einer Linie wandert. Ich würde mal behaupten, man ist ein Elektron, welches sich innerhalb von Schaltkreisen bewegt. Sehr minimalistisch gezeichnet mit einer ebenso rudimentären Steuerung, die übrigens hervorragend auf dem Touchscreen des iPhones bzw. des iPads funktioniert.

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Untermalt mit einer sich ständig wiederholenden, aber nicht langweilenden Endlosschleifenmelodie, die einen an die gute alte Game-Boy-Zeit erinnert, wo Speicherplatz für Musik noch kostbar war.

Das Setting stimmt und so fragt man sich unwillkürlich nach ein paar Metern durch die Kupferleitungen: „Kann dieses doch sehr einfach anmutende Spiel auf Dauer spannend bleiben?“. Darauf gibt es eigentlich nur eine Antwort: „JA, absolut“. Die Entwickler versorgen den Spieler mit einem sich stetig steigernden Schwierigkeitsgrad, der durch neue Elemente, wie z. B. verfolgende rote Elektronen, Schalter, Leitungsunterbrechungen, Durchflußbegrenzer, usw. das Game nie langweilig wirken lassen. Vielmehr verfällt man schon nach kurzer Zeit in einen „Flow“, aus dem man nur ungern wieder auftaucht.

Linelight gibt es für 2,29 € im App Store [Affiliate Link]

P.S.: Wem diese ganzen Argument noch nicht genügen, dem sei gesagt, dass sich das Entwicklerstudio den Namen my dog Zorro gegeben hat. So viel Liebe zu seinem Vierbeiner muss einfach mit einem Kauf honoriert werden.

Happy Birtday iPhone 

Was für eine irre Zeit im Rückblick.

Januar 2007 … Steve Jobs präsentiert das iPhone auf der Macworld. 

ab Januar 2007 … kann keine Nacht mehr ruhig schlafen

April 2007 … Steve Ballmer macht in einem Interview das iPhone und dann sich lächerlich

Juli 2007 … Launch in den USA; frage mich, ob ich eins importieren soll? Ne.

Die Presse zerreißt sich den Mund über den hohen Preis und fordert 3G und vor allem eine Tastatur … ich wiederhole … eine Tastatur!

September 2007 … ich halte es nicht mehr aus. Kaufe mir einen iPod Touch, da dieser bereits in Deutschland erhältlich ist, nur um das „iPhone ohne Mobilfunknetzwerk“ erleben zu können (zwei Monate später verkaufe ich ihn wieder)

Dezember 2007 … hatte es nicht vor, aber ein Leben ohne iPhone (Danke iPod Touch) scheint schon jetzt nicht mehr möglich zu sein. Gehe den Pakt mit dem Teufel (Telekom) ein und kaufe.

Januar 2008 … muss jedem das iPhone zeigen. Viele rümpfen die Nase. Es hagelt Kritik aus jeder Seite. Andere erkennen das wahre Potenzial. Ich bin nur noch glücklich!

Happy Birthday iPhone 📱


Das erste Bild, das ich mit meinem iPhone 2007 gemacht habe. 

Switch to iPhone

Apple rührt verstärkt die Werbetrommel. Nach der iPad Kampagne und den Fotografie Tutorials überrascht das kalifornische Unternehmen mit einer neuen Serie von Werbevideos.

Im Fokus steht dabei das iPhone, oder besser gesagt dessen Plattform iOS. Apple zielt dabei auf die unzähligen Android-Benutzer und macht mit den Filmen verständlich, warum man auf das iPhone wechseln sollte.

Mir persönlich gefällt der „Privacy Spot“ am besten. Sicherlich eines der in der Öffentlichkeit am wenigsten wahrgenommenen Unterschiede beider Plattformen, die aber ganz deutlich die wahre Stärke von iOS darstellt.

 

 

Der Apple Watch Macintosh [Update 20.02.2017]

Es gibt nicht viele Gadget die ich vom Fleck weg frenetisch feiere und blind kaufen würde. Das folgende Produkt gehört aber eindeutig in diese Kategorie.

Vor einem Monat kursierte im Netz die Meldung, dass die kalifornische Firma elago einen neuen Apple Watch Stand präsentiert und zwar in der Form des klassischen Macintosh aus dem Jahre 1984.

Keine Sekunde gezögert und in den USA bestellt. Inzwischen ist das Produkt eingetroffen und ich bin mehr als begeistert. Tolle Materialauswahl und eine gute Verarbeitung, was will man mehr.

Der einzige Haken an der Sache. Man kann nur in den USA bestellen, so dass man die typischen Nachteile eines Überseekaufs mit einplanen muss; die höheren Versandkosten, die längere Versandzeit und natürlich den Aufwand das Produkt beim Zoll abzuholen und dort auch noch die dafür anfallende Steuer zu bezahlen.

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Wem das alles zu viel ist, der kann hier einen original Apple Watch Macintosh Stand gewinnen.

Dazu müsst ihr nur auf Twitter dem mdweblog folgen und den Gewinnspiel Tweet retweeten.

Einsendeschluss ist der 17. Februar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

[Update 20.02.2017]

Gewonnen hat Sascha aus Geislingen … herzlichen Glückwunsch!

Fan(boy)tastische Kopfhörer

Oder, 10 Punkte, die mich an den AirPods stören.

Aufklappen, rausnehmen, einstecken und los gehts. Mehr muss nicht getan werden um die neusten Kopfhörer aus Cupertino zu genießen.

Der Tenor in der Presse ist durchweg positiv. Selbst bei einigen nicht zu übersehenden Kritikpunkten bleibt am Ende übrig, dass man hier die Zukunft auf bzw. in den Ohren hat.

Der Weg den Apple beschreitet scheint also der richtige zu sein; am Ziel ist man jedoch noch lange nicht angelangt.

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Dieser Artikel befasst sich deshalb ausschließlich mit den negativen Seiten der AirPods. Kleine und große Macken, die mir im alltäglichen Gebrauch aufgefallen sind und manchmal mehr als nerven … los gehts!

  1. Das Case und die Kopfhörer sind schon sehr „flutschig“ und gleiten einem nicht selten aus der Hand.
  2. Es ist nicht gerade angenehm, wenn sie ihm Ohr sind und man zur Steuerung auf die Kopfhörer tippt.
  3. Ein Verbindungswechsel von Gerät zu Gerät funktioniert nicht automatisch (wie viele vielleicht denken). Über den iCloud-Sync ist sicherlich einiges einfacher, aber dennoch muss noch immer „händisch“ umgeschaltet werden.
  4. Nimmt man die Kopfhörer aus dem Ohr stoppt die Musik. Hält man den Ohrstöpsel dann in der Hand und verdeckt dabei die Sensoren, geht die Musik im anderen Ohr wieder los.
  5. Die AirPods synchronisieren nicht mit dem Apple TV. Ehrlich Apple?
  6. Die Steuerung ist nicht an den Kopfhörern selbst möglich. Man muss also immer das iPhone, die Apple Watch oder den Mac bemühen.
  7. Siri is a mess. Gut gemeint Apple, aber in der Praxis unbrauchbar. Siri ist langsam,  fehlerhaft („Musik Lauter“ … „Auf welcher Nummer möchtest du Frank Lauter anrufen?“) und grundsätzlich auf ein Gerät mit einem Display ausgerichtet. So leider nicht :/
  8. Was macht man, wenn man wie ich beruflich mit einem Mac an einer Windows Tastatur arbeitet, die keine Lautstärketasten hat. Tja, dann muss man tatsächlich die Toneinstellungen auf die Menübar legen. Doof
  9. Der Doppeltap ist nicht immer zuverlässig (zumindest bei mir, gerade wenn ich kurz davor das Ausgabegerät gewechselt habe).
  10. Läuft man mit der Apple Watch und der Fitness App, dann schaltet die Uhr leider immer automatisch auf die Fitness App zurück, auch wenn die letzte angezeigte App die Musik App war. Damit kann erst nach einem umständlichen Umschalten (Doppeltap auf die Krone) in die Musik App zurück gewechselt und die Lautstärke justiert werden. Nervt

Denke man kann, je nach Anwendungsfall, die Liste sicherlich erweitern. Wenn auch ihr die ein oder andere „Ecke oder Kante“ bei den AirPods entdeckt, würde ich mich über Kommentare freuen.

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Bei einer Jacke wie dieser können die AirPods schon mal hängen bleiben und aus den Ohren fallen.
Für mich bleiben die AirPods aber trotzdem ein tolles Produkt, welches ich täglich gerne benutze. Ob ich sie jetzt empfehlen würde ist da schon schwieriger zu beantworten, da nicht jeder mit diesen doch vorhanden Einschränkungen leben kann.

Vielleicht sollte der ein oder andere auf die nächste Revision warten, die dann hoffentlich eine vernünftige Steuerung ermöglicht.

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Oder, wie gut ist die neue MacBook Pro Tastatur?

Viel wurde schon über das neue Keyboard am MacBook Pro mit Touch Bar berichtet. Viele werden nicht ganz warm mit der neuen Tastatur aus dem Hause Apple. Dem einen ist der Hub zu gering, dem anderen die Tastaturbelegung zu wider, andere stören sich an der nicht ganz geringen Geräuschentwicklung. Mancher schließt gar einen Kauf der neuen MacBook Pro Modelle komplett aus, weil sie eben über diese neue Tastatur verfügen.

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Technik Gadgets leben von ihrer Vergleichbarkeit. Noch so jedes kleine Detail der Hardware lässt sich mit diversen Messungen bestimmen, bewerten und vergleichen. Und doch gibt es Dinge, die man einfach nicht in konkrete Messwerte fassen kann. Dazu zählt auch die Tastatur, bei der ein nicht unerheblicher Anteil dem reinen subjektiven Empfinden geschuldet ist. Schließlich berührt man die Tastatur ja mit seinen Fingern, einem der wohl empfindlichsten Sinnesorgane des menschlichen Körpers.

Die Technik, mit der sogenannten Butterflymechanik, bei der jede einzelne Taste nicht mehr nur über einen Druckpunkt in der Mitte verfügt, sondern über eine Art Scherenmechanismus die gesamte Taste immer nach unten bewegt wird. Diese Technik lässt sich zwar beschreiben und erklären, erfahren kann man sie aber nur, wenn man einmal selbst darauf getippt hat. Die Sensorik spielt also eine nicht unerhebliche Rolle.

Ich selbst tippe gerne auf der neuen Tastatur, das hilft dem Leser dieses Artikels aber nicht weiter, weil es eben nur meine persönliche Erfahrung widerspiegelt. Was mir aber als Viel- und Schnelltipper sofort aufgefallen ist, war der unverschämt kurze Hub der neuen Tastatur, was mich zu der Frage brachte:

Tippe ich auf der neuen MacBook Pro Tastatur schneller?

Dem wollte ich genauer nachgehen und so habe ich 4 typische Apple Tastaturen ausgesucht um zu sehen, auf welcher ich am schnellsten tippe. Zu den Kandidaten zählt natürlich das neue MacBook Pro, das Vorgängermodell (für meinen Vergleich ein MacBook Pro 2015), das Apple Wireless Keyboard (A1314) und dann noch die klassische Apple Tastatur mit USB (A1048). Kleine Bemerkung am Rande: Natürlich konnte die USB-Tastatur am neuen MacBook nur mit einem USB-Adapter betrieben werden.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Als Testwerkzeug für diesen Vergleich wurde eine kleine Web-Applikation gewählt, bei der man unterschiedliche Worte eintippen muss und dabei die Anzahl der Anschläge bzw. geschriebenen Worte festgehalten wird. Weil natürlich ein einmaliger Versuch das tatsächliche Ergebnis nicht richtig abgebildet hätte, habe ich die Versuche pro Tastatur 10-mal durchgeführt und daraus einen Durchschnitt ermittelt.

Das Ergebnis kann der Grafik unten entnommen werden, wobei der eindeutige Verlierer die klassische USB-Tastatur ist (was mich etwas überrascht hat), gefolgt vom MacBook Pro Retina. Auf der kabellosen Variante ist man dann schon schnell unterwegs, aber tatsächlich …

… am schnellsten tippt man auf der neuen Tastatur des MacBook Pro mit Touch Bar

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In der Praxis wird der Vorsprung wohl wenig Auswirkungen haben, aber der Test zeigt, dass trotz aller Kritik (die oftmals dem subjektiven Empfinden geschuldet ist) die Tastatur ein Potential hat und nicht unbedingt ein Rückschritt darstellt.

Mein persönlicher Eindruck zum neuen Keyboard fällt nicht nur wegen diesem Punkt sehr positiv aus. Ich tippe inzwischen sehr gerne auf der neuen „knackigen“ Tastatur. Meine größten Kritikpunkte, das Layout der Cursortasten und das laute Geräusch, spielt im Alltag dann doch nicht so eine große Rolle, wie ich es zuerst gedacht habe. Und was das Sounddesign angeht, wissen wir ja, dass Apple sowas eigentlich kann. Warten wir mal auf die nächste Evolutionsstufe.

P.S.: Bin gespannt auf eure Ergebnisse beim 10FastFingersTest. Mein persönlicher Rekord lag übrigens bei 432 Anschlägen.

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