10 Tage Apple Watch … ein erstes Fazit.

Geht das denn? Nach nur 10 Tagen über Sinn und Unsinn der Apple Watch zu urteilen? Kann man nach so kurzer Zeit überhaupt eine zuverlässige Aussage treffen? Ich bin mir ehrlich gesagt auch nicht ganz sicher, nicht etwa wegen des Produktes an sich, sondern eher wegen meiner noch euphorischen Stimmung. Ich finde es ja auch ein wenig abstrus, aber ehrlich gesagt, kann ich meinen aktuellen Zustand nicht anders beschreiben. Wie ich finde ein gutes Zeichen, denn zeigt es doch, das die Uhr kein Totalversagen von Apple darstellt, was doch so mancher prognostiziert hatte. Gäbe es keine Substanz, wäre sie sicherlich nach 10 Tagen in der Schublade verschwunden und würde nicht weiterhin an meinem Handgelenk sein.

Wird es mir überhaupt möglich sein wieder eine Uhr an meinem Handgelenk zu akzeptieren?

Tja, mein Handgelenk, um das ich mich am Anfang auch sehr gesorgt hatte. Habe ich doch in den letzen Jahren völlig Armbanduhrenabstinent gelebt und das, obwohl ich auf eine fast 30-jährige Geschichte als Uhrenträger und Sammler zurückblicken kann. Bis dann in den 2000ern das Mobiltelefon endgültig meine Armbanduhren begraben hatte. Wird es mir überhaupt möglich sein wieder eine Uhr an meinem Handgelenk zu akzeptieren? Jetzt kann ich nur resümieren, ohne die Apple Watch würde mir was fehlen und das nach nur 10 Tagen! Für mich selbst schon ein bisschen verrückt.

Vor allem das Ökosystem lässt noch sehr zu wünschen übrig

Sie ist sicherlich nicht perfekt und vor allem das Ökosystem lässt noch sehr zu wünschen übrig, aber genau das macht auch Hoffnung. Ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis der Dampfer der Drittanbieter Apps, Home Kit Integration und weiteren Anbindungen, über die wir jetzt noch keine Vorstellungen haben, sich in Bewegung setzt.

Mickey

Der überraschendste Moment

Der für mich überraschenste Moment mit der Uhr, mit dem ich als Gelegenheitssportler überhaupt nicht gerechnet hätte, war die Fitnesskomponente. Ein ganz besonderes Erlebnis, das erste mal mit der Uhr (autark, ohne iPhone) zu laufen. In der Zwischenzeit ist die Apple Watch sogar zu einem für mich nicht mehr wegzudenkenden Motivator für meine bis dahin eher spärlichen sportlichen Aktivitäten geworden.

Die Tatsache, dass man mit der Uhr und zwar nur mit der Uhr laufen kann und die getrackten Ergebnisse von Strecke und Herzfrequenz einem GPS-Tracker und einem Pulsmessgerät (fast) nichts nachstehen, hätte ich so nicht erwartet.  Diese Ergebnisse wurden übrigens vom Consumer Report in den USA ebenfalls bestätigt. Nicht auszudenken, wenn zusätzliche Sensoren und Komponenten wie GPS bei den kommenden Versionen ihren Weg in die Uhr finden werden. Wenn die Uhr schon jetzt mit dem Wenigen was sie bietet überzeugen kann, wie wird es dann erst in Zukunft sein? Kleine Bemerkung am Rande; während ich diesen Artikel schreibe erinnert mich die Apple Watch mit einer Wochenübersicht an meine geleisteten Aktivitäten. Ich habe doch tatsächlich einen kompletten Marathon, also 45 km per Pedes zurückgelegt.

Watch and Shoe

Was mich am meisten stört

Tatsächlich muss ich über diesen Punkt etwas genauer nachdenken, nicht etwa, weil es da so viele Punkte gebe, es ist eher so, dass mir etwas wirklich gravierendes nicht spontan einfällt.  Klar hat die UI (User Interface) noch Optimierungspotential. Selbstverständlich müssen, vor allem Drittanbieter Apps, noch geschliffen werden. Die Uhr könnte in manchen Situationen auch performanter sein. Gerade die Ladezeiten von Apps sind teilweise grenzwertig. Der Preis, den so viele als ein großes Manko empfinden, ist in meinen Augen für das Gebotene ehrlich gesagt total angemessen und damit meine ich natürlich nur die günstigste Variante, aber genau um diese geht es ja schließlich. Denn, abgesehen von Äußerlichkeiten und Haltbarkeit (Saphirglas) gibt es ja keine technischen Unterschiede zu den teureren Versionen. Akku, das Thema welches vor dem Launch hochgekocht wurde, ist für mich persönlich auch kein Problem. Mit dem Laden über Nacht kann ich problemlos leben und während meines Alltags, der wirklich aus sehr vielen unterschiedlichen Tagessituationen besteht, ist der Uhr noch nie die Puste ausgegangen.

Gerade die Ladezeiten von Apps sind teilweise grenzwertig.

Was stört mich also am Meisten? Wenn überhaupt etwas, dann die Tatsache, dass ich mein iPhone noch immer dabeihaben muss. Ich habe mich schon zweimal dabei ertappt nur mit der Uhr das Haus verlassen zu haben, in der festen Annahme, tatsächlich nicht mehr als nur die Uhr zu brauchen. Und so gesehen ist das dann wohl eher noch ein gutes Zeichen, denn es zeigt, dass man in naher Zukunft sicherlich auch mal auf sein iPhone verzichten kann, wenn in späteren Revisionen die Apple Watch um die ein oder anderen Komponente bereichert wird.

Das Beste an der Uhr

Da musste ich nicht lange überlegen. Es ist eigentlich eine ganz unscheinbare und vor allem sehr unauffällige Komponente. Die Taptic Engine, das ist das Bauteil, welches den Träger der Uhr bei Benachrichtigungen leicht „anstupst“. So diskret, dass einem sofort klar wird, wie viel Arbeit es gemacht haben muss diese Taptic Engine so zu kalibrieren, dass man sich auf einen „Stups“ freut und nicht wie bei einem Mobiltelefon, selbst vom stummen „Vibrieren“ genervt ist.

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Mein Fazit nach nur 10 Tagen

Mein Fazit nach nur 10 Tagen … im Moment wäre für mich ein Leben ohne Apple Watch schon nicht mehr denkbar. Ob es sich dabei nur um die noch anfängliche Euphorie handelt, oder sich daraus vielleicht eine langjährige Beziehung entwickelt, werden wir beim nächsten Bericht in etwa 30 Tagen erfahren.

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