Über Mickey Mouse, Schmetterlinge und Quallen

„Die Zifferblätter der Apple Watch und eine Empfehlung“

Jony Ive, der Designer der Apple Watch, betonte in einem Interview mit der Vogue, dass man bei der Entwicklung der Apple Watch die Funktion der Uhr sehr ernst genommen habe. Wie der Name schon sagt, soll das neuste Produkt aus Cupertino als Uhr verstanden werden; möglich wäre es ja auch gewesen, eine komplett neue Gerätegeneration mit neuem Namen ohne Bezug zur klassischen Armbanduhr zu erschaffen, aber Apple hat sich bewusst für die „Watch“ entschieden.

Die Uhr steht also im Fokus. Grund uns mal die Zifferblätter der Apple Watch genauer anzuschauen. Apple unterscheidet dabei grob in zwei Kategorien, der klassischen Analoguhr und der digitalen Variante.

Alle analogen Zifferblätter sind rund!

Beim Betrachten der analogen Uhren, fällt sofort auf, alle Zifferblätter sind rund! Rund, bei einer rechteckigen Uhr? Und das, obwohl es bei klassischen rechteckigen Armbanduhren ja auch passende rechteckige Zifferblätter gibt. Apple verwendet diese jedoch nicht. Eine bewusste Designentscheidung, hat man doch mit der runden Form die Ecken der Apple Watch frei und kann so den Platz für zusätzlichen Informationen, wie Temperatur und Datum benutzen. Im Großen und Ganzen kann man diese Zifferblätter als klassisch und gelungen bezeichnen.

apple-watch-faces-analog1Ich hätte nie gedacht, mal die Mickey Mouse zu benutzen. Die Mickey Mouse, die inzwischen zu einer Art Stilikone der Apple Watch geworden ist und das, obwohl der ursprüngliche Entwurf schon viele Jahrzehnte zurück liegt.

Ich hätte nie gedacht, mal die Mickey Mouse zu benutzen.

Die digitale Varianten zeichnen sich meist durch ihre Schlichtheit aus. Es wird die Uhrzeit angezeigt, dazu vielleicht noch eines der vielen Hintergrundbilder (Qualle, Schmetterling oder Blume in verschiedenen Variationen). Bei diesen schlichten Designs spürt man deutlich die Detailversessenheit der Firma aus Cupertino. Wurde doch ein extremer Aufwand um diese Hintergrundbilder betrieben. Daneben existiert aber auch das Zifferblatt „Modular“, das Auslieferungszifferblatt, bei dem Apple versucht, so viele Informationen wie nur möglich auf den kleinen Schirm zu pressen.

Bewegung Astronomie Solar X-Large Modular

Durch festes Drücken auf das Display der Apple Watch, den sogenannten Force Touch, kann das Zifferblatt nach den eigenen Wünschen angepasst werden. Dabei können mit Hilfe der Digital Crown Objekte hinzufügen oder entfernen werden, eine gelungene Spielerei. Farben können so ebenfalls verändert werden. Bei einzelnen Zifferblätter ist es darüber hinaus noch möglich Zusatzinformationen, wie Temperatur oder das Datum einzublenden. Mehr als 5 Zusatzinformationen sind dabei aber nicht möglich.

Zeitskala Detail Farbe Schmetterling Detail Modular

Mit dem ersten Wurf hat Apple 10 Zifferblätter veröffentlicht, sicher nicht viel, aber wohl doch etwas für jeden Geschmack. Schon jetzt ist aber auch klar, Apple hütet seine Zifferblätter wie einen Augapfel. So wurden bereits alle Zifferblätter-Apps von Drittanbietern aus dem App Store entfernt. Cupertino verspricht, die eigene Auswahl in Zukunft zu erweitern.

Das präferierte Zifferblatt hängt sicherlich vom persönlichen Geschmack jedes einzelnen ab, jedoch sei anzumerken, dass es Zifferblätter gibt, die deutliche Vorteile gegenüber anderen aufweisen. Dabei handelt es sich um die Zifferblätter, die neben der Uhrzeit noch mindestens 5 Zusatzfunktionen anzeigen können (Utility, Modular, Chronograf). Dort findet man neben der Uhrzeit noch Informationen wie z. B. die Temperatur, den nächsten Termin, den Aktienkurs, den Ladezustand der Batterie usw. Das Interessante daran, durch Antippen der angezeigten Werte kann in die passende Applikation gesprungen werden. Wenn man also auf die Temperatur drückt, wechselt man in die Wetter App, beim Datum in den Kalender usw. Somit haben diese Zifferblätter einen nicht unbedeutenden Vorteil bei der Bedienungen der Apple Watch.

Es gibt Zifferblätter, die deutliche Vorteile gegenüber anderen aufweisen.

Neben dem Ziffernblatt sind im Auslieferungszustand auch die sogenannten Glances (auf deutsch etwas unvorteilhaft „Checks“ genannt) vorbelegt. Unter Glances versteht Apple Informationen die man am häufigsten braucht. Dazu wischt man einfach von unten nach oben und die favorisierten Apps erscheinen. Zwischen den einzelnen Apps kann dann durch swipen (das ist das nach rechts und links Streichen) von einer zur andern App gesprungen werden. Eine sehr nützliche Funktion, die jedoch schnell unbrauchbar wird, wenn sich zu viele Apps in den Glances befinden.

Deshalb hier der Tipp als Zifferblatt, eines derjenigen zu verwenden, die möglichst viele Zusatzinformationen anzeigen. Darüber können dann solche Applikationen, wie das Wetter oder der Kalender aufgerufen werden und das garantiert schneller als über die Glances Funktion.

Deshalb hier der Tipp als Zifferblatt, eines derjenigen zu verwenden, die möglichst viele Zusatzinformationen anzeigen.

Also am Besten nach Auslieferung alle Applikationen aus den Glances entfernen, die man sowieso auf dem Zifferblatt hat, das schafft Platz für andere favorisierte Apps und die Glances bleiben übersichtlich und benutzbar.

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Ein Gedanke zu “Über Mickey Mouse, Schmetterlinge und Quallen

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